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General Motors muss wegen Erbeben in Japan Pick-up-Produktion stoppen

Japan-Katastrophe: GM muss Pickup-Produktion stoppen

18.03.2011, 15:27 Uhr | dpa-afx, dpa-AFX, t-online.de

General Motors muss wegen Erbeben in Japan Pick-up-Produktion stoppen. Wegen der Erdebenkatastrophe in Japan stehen bei GM die Bänder still (Foto: imago)

Wegen der Erdebenkatastrophe in Japan stehen bei GM die Bänder still (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die Erdbebenkatastrophe in Japan hat langsam handfeste Auswirkungen auf Unternehmen anderer Kontinente. So muss GM in den USA kommende Woche die Produktion eines kompletten Werks einstellen, weil wichtige Teile aus Japan fehlen. Das Werk in Shreveport in Louisiana - Shreveport Operations - werde in der kommenden Woche keine Autos mehr herstellen, teilte das Unternehmen mit. Der deutsche Top-Ökonom Dennis Snower hatte bereits diese Woche gewarnt, die Katastrophe in Japan könnte weltweit zu Produktionsausfällen führen.

GM nennt nicht die Zulieferer

Welche Zulieferteile aus Japan knapp werden, ließ GM offen. Auch ist unklar, ob das Werk nach der einwöchigen Zwangspause wirklich wieder aufmacht. "Wir werden die Produktion so schnell wie möglich wieder aufnehmen", versicherte GM. Alle anderen Fabriken arbeiteten normal weiter. In dem Werk in Shreveport bauen rund 900 Mitarbeiter die Pick-up-Trucks GMC Canyon und Chevrolet Colorado. Früher wurde in dem Werk auch der Hummer H3 produziert. Einst arbeiteten mehr als 3000 Personen bei Shreveport Operations. Die Fabrik soll im Juni 2012 geschlossen werden.

Wegen Stromknappheit infolge der Beben- und Tsunamikatastrophe liegt in vielen Fabriken in Japan die Produktion brach. Neben den klassischen Autozulieferern ist vor allem die IT-Industrie betroffen. Ohne die Chips fährt kein modernes Auto. Die japanischen Hersteller fahren die Bänder nur langsam wieder an. Toyota und Subaru haben die Produktion in ihren US-Werken bereits gedrosselt, um länger mit den Lagerbeständen auszukommen.

Wie es um die deutschen Autobauer steht

Nach Ansicht des Autoexperten Christoph Stürmer könnten auch deutsche Autobauer unter Engpässen leiden, weil Zulieferer aus Japan nicht liefern könnten. Allerdings klagen sie bislang noch nicht über fehlende Teile. In dieser und auch in der nächsten Woche seien keine Engpässe zu erwarten, sagte VW-Chef Martin Winterkorn. "Danach müssen wir sehen." Die Schiffe, auf denen Teile für die laufende Produktion unterwegs sind, hatten noch vor der Katastrophe abgelegt. Eine mögliche Lücke entsteht dadurch mit Verzögerung.

Für GM kommt der Ausfall der Fabrik in Shreveport zur Unzeit. Hier laufen die gerade besonders begehrten Pick-up-Trucks vom Band, deren Verkäufe seit dem Wiederanspringen der Wirtschaft nach oben geschnellt sind. Die Hersteller verdienen an den teuren Spritschluckern besonders gut. GM teilte allerdings mit, noch stünden genug Autos auf Halde, um die Kunden zu beliefern.

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