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Verbrauchs-Schummelei bei MAN?

Verbrauchs-Schummelei bei MAN?

26.05.2011, 11:06 Uhr | dapd, t-online.de, dapd

Verbrauchs-Schummelei bei MAN?. Hat MAN beim Verbrauch seiner Schiffsmotoren geschummelt? (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Hat MAN beim Verbrauch seiner Schiffsmotoren geschummelt? (Foto: imago) (Quelle: imago images)

MAN steht womöglich der nächste Skandal ins Haus. Der Konzern soll beim Verbrauch seiner Schiffsmotoren geschummelt haben. Die möglichen Betrügereien kamen durch ein internes Hinweissystem ans Licht. Daraufhin alarmierte MAN die Staatsanwaltschaft, die nun ermittelt. Wie der MAN-Vorstand mitteilte, gibt es "Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten bei der Übergabe von 4-Takt-Schiffsdieselmotoren". Die Ermittlungen laufen - abschließend ist allerdings noch nichts geklärt.

Prüfstände manipuliert?

Danach war es auf den Prüfständen von MAN in Augsburg möglich, beim Kraftstoffverbrauch "von den tatsächlichen Messergebnissen abweichende Werte anzuzeigen". In welchem Umfang Kunden falsche Werte gezeigt wurden und welche finanziellen Folgen sich daraus für MAN ergeben, werde untersucht. MAN werde die betroffenen Werften kontaktieren, habe bereits die Münchner Staatsanwaltschaft eingeschaltet und eine Untersuchung durch die interne Compliance-Abteilung und externe Berater eingeleitet.

Die 4-Takt-Schiffsmotoren für Frachtschiffe und Fähren werden speziell nach Kundenauftrag gefertigt. Der Bereich setzte im vergangenen Jahr 371 Millionen Euro um. Wie viele MAN-Mitarbeiter auf welcher Ebene verdächtigt werden oder suspendiert wurden, wollte ein Konzernsprecher nicht sagen. Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger sagte, MAN habe die Justiz vor einigen Tagen informiert, die Ermittlungen liefen.

Stühlerücken nach Korruptionsaffäre

MAN hatte seit der im Mai 2009 aufgedeckten Korruptionsaffäre in der Lkw-Sparte schrittweise den Konzernvorstand ausgetauscht, vor drei Monaten musste auch der Chef der kürzlich zusammengelegten Diesel-Turbo-Sparte, Klaus Stahlmann, seinen Hut nehmen. Die Schmiergeldaffäre bei der ehemaligen MAN-Tochter Ferrostaal blockierte vorübergehend die VW-Pläne für eine Fusion von MAN und Scania, weil der Ferrostaal-Käufer IPIC in Abu Dhabi die Übernahme rückabwickeln will.

Die Manipulationen bei den MAN-Schiffsmotoren sollen VW bei der Ankündigung seines Übernahmeangebots an die MAN-Aktionäre vor zwei Wochen aber schon bekannt gewesen sein. VW hält 30,5 Prozent an MAN und will sein offizielles Angebot noch Ende Mai vorlegen.

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