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Opel könnte doch verkauft werden

Automobil-Branche  

Gerüchte um Opel-Verkauf

09.06.2011, 18:49 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Opel könnte doch verkauft werden. GM erwägt offenbar nun doch Opel zu verkaufen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Chinesen sollen Interesse an Opel haben (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Neue Gerüchte um Deutschlands zweitgrößten Autobauer: General Motors (GM) will Opel offenbar doch verkaufen - vielleicht geht die Marke sogar an Volkswagen. Aber auch ein chinesischer Autobauer gehöre zu den Kandidaten, berichtet die Zeitschrift "Auto-Bild". Die US-amerikanische Opel-Mutter zweifele an der Überlebensfähigkeit ihrer deutschen Tochter und prüfe konkret Pläne für eine Veräußerung, schreibt das Magazin in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen in der Detroiter US-Konzernzentrale von GM.

Kein Dementi

Ein Sprecher am Opel-Hauptsitz in Rüsselsheim wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz nannte den Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur dpa spekulativ. Er sagte zugleich: "Wenn man vor einem Jahr noch entschieden hat, Opel nicht zu verkaufen, dann vermisse ich jetzt ein eindeutiges Dementi bei solchen Spekulationen." Franz kritisierte, dass die GM-Zentrale in Detroit die Berichte nicht klar zurückweise.

Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel hat derweil Berichte über einen möglichen Verkauf des Autobauers als "dummes Zeug" bezeichnet. Einenkel sagte, GM wäre sehr schlecht beraten, Opel abzugeben. "Ohne Opel hätten sie in Europa überhaupt keine Chance. Ich glaube, dass dort jemand den Namen Opel absichtlich beschädigen will."

Spekulation belastet Mitarbeiter

Einenkel sagte weiter: "Das, was hier gerade läuft, geht nicht spurlos an den Mitarbeitern vorbei. Die ersten haben schon gefragt, was an der Gesichte dran ist. Ich kann allen Opel-Mitarbeitern sagen, dass es sich hier um reine Spekulationen handelt und wir auch künftig mit General Motors gemeinsam gute Autos bauen werden."

Erst Ende Mai hatten Werksleitung und Betriebsrat beim geplanten Abbau von 1800 Jobs im Bochumer Opel-Werk einen Kompromiss gefunden. Demnach wird die Personalverringerung voll umgesetzt, jedoch zeitlich gestreckt. Der Stellenabbau gehört zum europäischen Sanierungsprogramm des Mutterkonzerns General Motors (GM), mit dem 8000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen.

"Auto-Bild": Opel wird zunehmend für GM verzichtbar

Hintergrund der von "Auto Bild" genannten Bestrebungen sind laut Blatt strategische Überlegungen bei GM. Demnach sei Opel für die US-Mutter aus zweierlei Gründen zunehmend verzichtbar: Erstens glaube GM, den Markt der Klein- und Kompaktwagen mit koreanischen Schwestermodellen bestücken zu können. Zweitens könne die bisher von Opel belieferte Mittelklasse in Europa relativ zügig durch eigene Modelle der GM-Hausmarke Chevrolet ersetzt werden.

Magna-Deal platzte 2009

2009 hatte es bereits Bestrebungen von GM gegeben, Opel zu verkaufen - ein Deal mit dem österreichischen Zulieferer Magna platzte aber kurz vor dem Ziel. Der Beinahe-Verkauf und mögliche Hilfen des Bundes für den tief in roten Zahlen steckenden Traditionsautobauer hatten monatelang zu einem zähen politischen Ringen geführt.

Opel fährt Sonderschichten

Mitten in die neuen Verkaufsgerüchte meldete Opel wegen voller Auftragsbücher Sonderschichten. Dies führt zu kürzeren Werksferien im Stammwerk Rüsselsheim. Statt der ehemals geplanten drei freien Wochen im Juli werde die Frühschicht nun nur noch zwei Wochen und zwei Tage pausieren. Nach dem Ende der Werksferien seien dann zwei Sonderschichten geplant. Insgesamt werde Opel dieses Jahr rund 190.000 Fahrzeuge in Rüsselsheim produzieren - 158.000 davon als Modell Insignia, was einem Plus von 14.000 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr entspreche. Darüber hinaus bereitet Opel den Angaben zufolge wegen der anhaltend hohen Nachfrage "in weiten Bereichen des Rüsselsheimer Werkes" eine Nachtschicht vor.

Im Mai hatte der Autobauer seinen Europa-Marktanteil den siebten Monat in Folge gesteigert. Die Tochter des US-Konzerns General Motors steckt jedoch noch immer in den roten Zahlen und ist mit dem Europa-Geschäft die einzige GM-Region, die Verluste einfährt.

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