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Hedge Fonds macht Reibach mit Lehman Brothers

Gutes Geschäft  

Hedge Fonds macht Reibach mit Lehman Brothers

06.07.2011, 11:39 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

Hedge Fonds macht Reibach mit Lehman Brothers. Hedge-Fonds-Manager John Paulson hat erneut den richtigen Riecher bewiesen (Foto: dpa)

Hedge-Fonds-Manager John Paulson hat erneut den richtigen Riecher bewiesen (Foto: dpa)

Wieder einmal scheint der gewiefte Hedge-Fonds-Manager und Multimilliardär John Paulson den richtigen Riecher gehabt zu haben: Sein Engagement bei der Pleite gegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers dürfte ihm nach Berechnungen der "Financial Times" (FT) einen Profit von mehr als 550 Millionen Dollar einbringen. Das sind umgerechnet 380 Millionen Euro.

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Wette auf Lehman Brothers

Als Lehman Brothers in den Wirren der Finanzkrise 2008 unterging, kaufte der Hedge-Fonds-Magnat vielen Gläubigern für wenig Geld deren Forderungen ab. Paulson hoffte darauf, dass sich in der Insolvenzmasse von Lehman Brothers noch einige Schätze versteckten, und er scheint am Ende richtig gelegen zu haben. So besitzt Lehman etwa noch Immobilien und hatte sich in den vergangenen Monaten mit anderen Banken über strittige Konten geeinigt.

Vergleich muss noch abgesegnet werden

Paulson kaufte laut "Financial Times" Schuldpapiere für im Schnitt 7,3 Cent den Dollar auf. Die Zeitung beruft sich dabei auf Gerichtsdokumente. Das bedeutet: Ein Wertpapier, das vor der Pleite 100 Dollar wert war, wechselte nun für 7,30 Dollar den Besitzer. Ein jüngst geschlossener Vergleich mit dem Insolvenzverwalter sichert Paulson und anderen Besitzern der Schuldpapiere aber 21,1 Cent je Dollar zu. Die Differenz von durchschnittlich 13,8 Cent pro Papier können sie als Profit einstreichen. Der Vergleich muss allerdings noch vor Gericht abgesegnet werden.

Zum zweiten Mal an der Finanzkrise verdient

Paulson verdient damit zum zweiten Mal an der Finanzkrise: Er hatte mit seinem Hedge Fonds Paulson & Co. auf den Niedergang des US-Immobilienmarkts gewettet. Als die Blase 2007 tatsächlich platzte, strich Paulson einen Milliardengewinn ein. Über Nacht wurde der Manager zu einer Berühmtheit an der Wall Street. Sein Hedge Fonds ist aktuell um die 38 Milliarden Dollar schwer und gehört damit zu den größten der Welt.

Paulsons Geschäfte nicht ohne Risiko

Hedge Fonds sammeln Gelder von Investoren ein und legen sie an. Sie haben dabei den Vorteil, dass sie weit weniger scharf vom Staat reglementiert werden als Banken. Diese Unberechenbarkeit hat ihnen viel Kritik eingebracht - und jüngst musste auch Paulson bei einem Investment in den chinesischen Forstkonzern Sino-Forest einen Verlust im dreistelligen Millionenbereich verkraften.

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