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Rating-Agenturen schonen die USA

Rating-Agenturen schonen die USA

22.11.2011, 15:55 Uhr | dpa, t-online, dpa

Rating-Agenturen schonen die USA. Noch ist das Rating der USA stabil. Fitch Ratings könnte aber bald das Bild verändern (Quelle: Reuters)

Noch ist das Rating der USA stabil. Fitch Ratings könnte aber bald das Bild verändern (Quelle: Reuters)

Die Ratingagentur Fitch hat den USA nach den gescheiterten Verhandlungen über ein Konzept zum Schuldenabbau eine Herabstufung der Kreditbewertung auf "negativ" angedroht. Die Entscheidung hierzu werde noch bis zum Ende des Monats gefällt. Fitch bewertet die USA derzeit mit der Bestnote "AAA" und der Ausblick steht auf "stabil".

Super-Komitee findet keine Einigung

Für die politische Kultur der USA ist es ein bedenkliches Zeichen: Das sogenannte Super-Komitee aus jeweils sechs Demokraten und Republikanern im US-Kongress hat sich am Montag für unfähig erklärt, einen Kompromiss zu finden. Damit bleibt offen, wie die Vereinigten Staaten ihren Schuldenberg von rund 15 Billionen Dollar reduzieren wollen. Dabei hatte die Rating-Agentur Standard and Poor's (S&P) mit Hinweis auf den verfahrenen Schuldenstreit bereits im August erstmals die Top-Bewertung der USA gesenkt.

Im August noch mit Bestnote

Dagegen sprachen sich die anderen großen Ratingagenturen Standard and Poor's und Moody's gegen eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA aus. Allerdings hatte S&P den USA bereits im August die Bestnote "AAA" entzogen und die Kreditwürdigkeit nur noch mit der zweitbesten Bewertung "AA+" eingestuft. Damals hieß es seitens der Agentur, dass die angepeilte Einsparungen für eine Konsolidierung der US-Staatsfinanzen nicht ausreichen. Derzeit steht der Ausblick von S&P für die USA auf "negativ". Damit ist eine weitere Herabstufung in den kommenden Monaten möglich.

Einsparungen in Verteidigung und Sozialbereich

In einer am Montagabend veröffentlichten Mitteilung von Standard and Poor's heißt es, dass die gescheiteren Verhandlungen keine weitere Herabstufung der Bonität der USA zur Folge haben werden. Der Misserfolg der überparteilichen Kommission führe zu "automatischen Einsparungen im Haushalt" in Höhe von 1,2 Billionen Dollar. Hiervon dürften vor allem der Verteidigungsbereich und der Sozialbereich betroffen sein.

Scheitern nicht auschlaggebend für Bewertung

Die Beratungen der sogenannten "Superkommission" seien nicht entscheidend, schreiben Experten der Ratingagenturen Moody's in einer Stellungnahme. Auch hier hieß es zur Begründung, dass nach dem Scheitern der Verhandlungen automatische Kürzungen im Staatshaushalt greifen werden. Die Agentur Moody's hatte den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der USA allerdings bereits im August auf "negativ" gesenkt.

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