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Kapitalanlagebetrug: 100 Millionen Euro Schaden vermutet


Großrazzia: Verdacht auf 100-Millionen-Euro-Betrug

29.11.2011, 16:37 Uhr | dpa, dapd, dapd, dpa

Kapitalanlagebetrug: 100 Millionen Euro Schaden vermutet. Großrazzia gegen mutmaßliche Anlagebetrüger. (Quelle: imago images)

Großrazzia gegen mutmaßliche Anlagebetrüger. (Quelle: imago images)

Ein Renditeversprechen von 15,5 Prozent - das schien 4000 Anlegern zu verlockend. Doch nun besteht der dringende Verdacht, dass Kapitalanlagebetrüger diese mit Anteilen an der Firma Business Capital Investors Corp. (USA) um 100 Millionen Euro geprellt haben sollen. 116 Ermittler und sieben Staatsanwälte seien zu einer großen Razzia ausgerückt, um dem Verdacht nachzugehen, teilte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mit.

Internationale Machenschaften

Die Beschuldigen sollen seit 2002 mit diesem tollen Versprechen geworben haben. Insgesamt 13 Wohnungen und Büroräume in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Hessen wurden durchsucht. Weitere Durchsuchungen erfolgten in der Schweiz, Litauen, Spanien und Kanada. Gegen drei deutsche Beschuldigte im Alter von 50, 64 und 66 Jahren wurden Haftbefehle vollstreckt.

Schneeballsystem lässt Geld verschwinden

Nach umfangreichen und personalintensiven Ermittlungen gebe es aber Anhaltspunkte dafür, dass die Renditen gar nicht erwirtschaftet, sondern dass die Erträge in einer Art Schneeballsystem aus den Geldeinzahlungen neuer Anleger finanziert worden seien. "Wir gehen davon aus, dass wesentliche Teile des angelegten Geldes nicht mehr vorhanden sind", sagte Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann der Nachrichtenagentur dapd.

Betroffenen-Hotline

Nach wie vor sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft aber viele möglicherweise geschädigte Anleger nicht identifiziert. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen richtet für Betroffene die Hotline 0211/939-1564 ein. Die Staatsanwaltschaft bat Anleger, die eine Beteiligung an der Firma erworben haben und bisher nicht von ihr angeschrieben wurden, sich an die Hotline zu wenden. Sie hätten so auch die Möglichkeit, Anzeige zu erstatten.

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