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Marc Faber: "Viele Banken sind eigentlich pleite"

Crash-Prophet: "Viele Banken sind eigentlich pleite"

11.01.2012, 16:58 Uhr | cs mit dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Marc Faber: "Viele Banken sind eigentlich pleite" . Marc Faber kritisiert mangelnde Transparenz bei den Banken

Marc Faber kritisiert mangelnde Transparenz bei den Banken (Quelle: dpa)

Die Schuldenkrise tobt in Europa und hinterlässt schwere Schäden in den Bilanzen der Banken. Immer wieder kursieren Meldungen über drohende Pleiten großer europäischer Institute. Kursstürze von zehn und mehr Prozent an einem Tag kamen immer wieder vor. Der Markt ist nervös, es herrscht unheimlich viel Unsicherheit. Das Schlimmste: Die Banken trauen sich gegenseitig nicht mehr. Denn keiner weiß, welche als nächstes vor dem Abgrund steht. Crash-Prophet Marc Faber warnte bereits im Interview mit dem "Aktionär": "Viele Banken sind eigentlich pleite." Doch der Börsenguru hat auch positive Neuigkeiten.

"Dr. Doom" warnt vor Banken

Marc Faber ist einer der schillerndsten Vermögensverwalter weltweit. Wegen seiner wiederholten Crash-Prophezeiungen wird er auch "Dr. Doom" genannt - Doktor des Untergangs. Er gilt als Pessimist unter den Börsen-Auguren. Zu recht: Wiederholt sagte der Börsenguru Krisen voraus - etwa den Börsenkrach von 1987, die Asienkrise 1997 oder das Platzen der Technologieblase im Jahr 2000. Fans können sich in seinem Börsenbrief, dem "Gloom, Boom & Doom Reports" ein Bild von seinen düsteren Prophezeiungen machen.

Im Gespräch mit dem "Aktionär" warnte Faber jetzt vor einer Schieflage bei den Banken. So sieht er in ihrer mangelnden Transparenz ein Hauptproblem. Es gebe wenig Informationen über die tatsächliche Finanzlage der Geldhäuser. In seinen Augen sind viele Banken insolvent. "Das heißt, ihre Eigenkapitalquote ist negativ. Sie müssen von den Staaten gestützt werden."

Rekord bei EZB-Einlagen

Dabei bleiben die Spannungen im europäischen Finanzsektor außergewöhnlich hoch. So parken die Banken ihr kurzfristiges Kapital lieber bei der Europäischen Zentralbank (EZB), als es über den Interbankenmarkt weiter zu verleihen. Die Einlagen bei der EZB dürften in diesen Tagen erstmals den Rekordwert von über 500 Milliarden Euro übersteigen.

Die kurzfristigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB liefern einen Hinweis auf das Misstrauen der Institute untereinander. Normalerweise deponieren die Geldhäuser nur ungern überschüssige Mittel bei der Notenbank, da die Konditionen für sie ungünstig sind. Wegen der hohen Unsicherheit infolge der europäischen Schuldenkrise funktioniert der direkte Geldhandel zwischen den Instituten aber nicht wie gewohnt: Anstatt sich gegenseitig Geld zu leihen, parken die Banken überschüssige Liquidität lieber bei der EZB, selbst wenn sie dadurch einen Zinsverlust erleiden.

Teil des Vermögens in Gold investieren

Doch es gibt auch positive Nachrichten. So sieht Börsenguru Faber in der Krise auch Kaufchancen. So geht er davon aus, dass der Goldpreis längerfristig weiter steigen dürfte. Auch wenn es augenblicklich eine Korrekturphase gebe. "Die Notenbanken sorgen mit ihrer Gelddruckerei dafür, dass die Kaufkraft des Geldes zunehmend zurückgeht. Deswegen rate ich jedem, einen Teil seines Vermögens in Gold zu investieren." Er selber habe bereits ein Viertel seines Geldes in Gold gesteckt.

Generell spreche die Geldschwemme der Notenbanken aber für steigende Kurse an den Aktienmärkten. So gebe es gleich eine Reihe an Titeln, die recht günstig bewertet seien. "In Amerika fallen mir da Johnson & Johnson und Procter & Gamble ein." Nur von den Banken sollten sich Anleger vorerst fern halten.

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