Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Konjunktur >

EU-Kommission hält zwölf Länder für instabil


Schuldenkrise  

EU-Kommission hält zwölf Länder für instabil

14.02.2012, 18:37 Uhr | dpa, dpa-AFX, dpa-AFX, dpa

EU-Kommission hält zwölf Länder für instabil. Die Eurozone in der Zerreißprobe (Quelle: imago images)

Die Eurozone in der Zerreißprobe (Quelle: imago images)

Neues Warnsignal in der Schuldenkrise: Ein Dutzend Volkswirtschaften in der Europäischen Union (EU) sind auf längere Sicht nicht stabil. Selbst große Länder wie Frankreich, Italien oder Großbritannien gehören zu dieser Gruppe. Deutschland jedoch noch nicht. Das berichtete die EU-Kommission in Straßburg.

Brüssel blickt auch auf Deutschland

EU-Währungskommissar Olli Rehn kündigte an, die Kommission werde in den kommenden Monaten Länder mit hohen und dauerhaften Leistungsbilanzüberschüssen unter die Lupe nehmen - dazu dürfte dann auch das exportstarke Deutschland gehören.

Rehn machte aber deutlich, dass es nicht zu seinen Prioritäten gehört, Deutschland wegen seiner Exportstärke zu ermahnen: "Wir brauchen Volkswirtschaften in Europa, die in der Lage sind, beim Export Leistungsfähigkeit zu zeigen." Es gehe bei der Überwachung hingegen vor allem darum, Länder wieder wettbewerbsfähiger zu machen.

Zu viele Schulden, zu wenig Wachstum

Belgien, Frankreich und Großbritannien gerieten ins Visier der EU, da sie auf Exportmärkten Anteile verloren und hohe Schuldenstände haben. In Italien machen der hohe öffentliche Schuldenberg und das niedrige Wachstumspotenzial Sorgen. In Spanien ist die hohe Arbeitslosigkeit ein Auslöser für Bedenken.

Zwölf Länder sollen nun eingehender untersucht werden. EU-Experten wollen feststellen, wo genau die Probleme liegen. Zu den Ländern gehören weiter: Bulgarien, Zypern, Dänemark, Finnland, Ungarn, Slowenien, und Schweden. In Dänemark und Schweden fallen steigende Immobilienpreise auf, so Rehn.

EU-Kommission will Länder stärker überwachen

Länder, die Hilfen von EU-Partnern und vom Internationalen Währungsfonds bekommen oder bekamen, werden bei der Übersicht nicht erfasst. Das sind Griechenland, Portugal, Irland, Rumänien und Lettland.

Mit der verstärkten wirtschaftspolitischen Überwachung der EU-Institutionen sollen bedrohliche Entwicklungen verhindert werden - beispielsweise hatte es in Spanien und Irland Immobilienblasen gegeben, ohne dass Europa reagierte.

Im Rahmen des Euro-Stabilitätspaktes kann die Kommission neuerdings einschreiten, wenn es erhebliche Abweichungen von Richtwerten gibt. Die EU hatte den Pakt Ende 2011 verschärft. Eurostaaten drohen in letzter Konsequenz Bußgelder von bis zu 0,1 Prozent der Wirtschaftsleistung. Diese Stufe ist aber lange noch nicht erreicht.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: