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Ritter Sport will Auslandsmarkt erobern

Ritter Sport will den Auslandsmarkt erobern

21.02.2012, 13:19 Uhr | dapd, dapd

Ritter Sport will Auslandsmarkt erobern. Ritter Sport will mehr Kunden im Ausland (Quelle: dapd)

Ritter Sport will mehr Kunden im Ausland (Quelle: dapd)

Quadratisch, praktisch, gut - und bald noch internationaler: Die Marke Ritter Sport soll vom deutschen Markt unabhängiger werden. "Ideal wäre für mich, wenn mehr im Ausland laufen würde als in Deutschland", erklärte Alfred Ritter, Chef des Schokoladenunternehmens. "Da ist es noch ein langer Weg hin", fügte der 58-jährige Enkel des Firmengründers hinzu. Die Produktion will Ritter aber auf jeden Fall hierzulande halten.

Auslandsgeschäft legt zu

Das Unternehmen aus dem schwäbischen Waldenbuch bei Stuttgart verkauft seine Tafeln mittlerweile in über 90 Ländern. Den größten Umsatzanteil machte auch im Jahr 2011 das Geschäft in Deutschland aus. Das Auslandsgeschäft legte allerdings mit einem Anteil von 35 Prozent um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr zu.

Die Produktion soll aber in Deutschland bleiben. Hohe Qualität "kriegen Sie nicht hin mit Billiglöhnern", sagte Ritter. Alleine aus dem Grund müsse das Unternehmen in Deutschland bleiben. Am Ritter-Stammsitz arbeiten etwa 900 Mitarbeiter.

Große Konzerne und Rohstoffpreise machen Druck

Ritters Strategie hat zwei Gründe. "Wir wollen mehr Kunden", sagte der Unternehmenschef. In Deutschland sei der Markt aber begrenzt und es werde nicht viel mehr geben. Als weiteren Grund nannte er die Handelsmacht hierzulande. "Alleine die vier Großen beherrschen 80 Prozent des Marktes, das ist für uns natürlich hoch gefährlich, weil es ein unheimlich großes Druckpotenzial hat." Hierzulande muss das Unternehmen mit den Herstellern Ferrero, Kraft Foods, Ludwig Schokolade und Stollwerck/Barry Callebaut konkurrieren.

Schwierigkeiten bereiteten Ritter Sport vor allem die erhöhten Rohstoffpreise. Zwar vermeldete das Familienunternehmen für das vergangene Jahr einen Rekordumsatz von 330 Millionen Euro. Wegen hoher Preise bei Milch, Zucker oder Haselnüssen war das Ergebnis aber gerade so in den schwarzen Zahlen. "Ich hätte es mir besser gewünscht", sagte Ritter.

Preiserhöhung kostete Marktführerschaft

Das Unternehmen hob die unverbindliche Preisempfehlung für 100-Gramm-Tafeln bereits um vier auf 99 Cent an. Vor vier Jahren hatte das Unternehmen die Preise deutlicher erhöht und war von den Kunden abgestraft worden, indem es die Marktführerschaft auf dem deutschen Markt verlor. "Die deutschen Kunden kümmern sich leider relativ wenig darum, wie die Bedingungen der Bauern sind", sagte Ritter. Sie kümmerten sich vorwiegend um niedrige Preise.

Für Ritter ist die Erhöhung dennoch der richtige Weg. "Wenn ich langfristig gute Ergebnisse haben will, geht es über sehr gute Schokolade", gibt er sich überzeugt und sieht Vorteile in der Firmenstruktur. "Als Privatunternehmer kann ich die Firma langfristig entwickeln, bei einer Aktiengesellschaft hätte ich es da deutlich schwerer."

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