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Müller Milch und Pepsi bauen Joghurt-Werk in den USA

Müller Milch und Pepsi bauen Joghurt-Werk in den USA

28.02.2012, 14:20 Uhr | AFP, dpa, t-online.de - mmr, AFP, dpa, t-online.de

Müller Milch und Pepsi bauen Joghurt-Werk in den USA. Müller-Konzern baut mit Pepsi Joghurt-Werk in den USA  (Quelle: imago images)

Müller-Konzern baut Joghurt-Werk in den USA (Quelle: imago images)

Der Molkerei-Konzern Müller drängt nach der Übernahme einer britischen Großmolkerei auch auf den US-Markt. Gemeinsam mit dem Softdrink- und Chips-Hersteller Pepsi will die bayerische Großmolkerei in den USA ein Joghurt-Werk bauen. Die Unternehmensgruppe Theo Müller teilte mit, sie mache "den nächsten entscheidenden Schritt auf dem Weg ihrer Expansionsstrategie" und habe mit Pepsi "ein echtes Schwergewicht für ein Joint-Venture gewonnen". US-Medienberichten zufolge soll das Joghurt-Werk im US-Bundesstaat New York entstehen. Die beiden Gesellschafter investieren laut Zeitung umgerechnet knapp 150 Millionen Euro.

Theo Müller - u.a. mit den Marken Müller, Weihenstephan und Sachsenmilch - ist nach eigenen Angaben das größte private Molkerei-Unternehmen in Deutschland und in zahlreichen weiteren europäischen Ländern sowie in Israel vertreten. Im Januar kündigte das Unternehmen an, einen der größten Frischmilch-Produzenten Großbritanniens zu kaufen: Robert Wiseman Dairies.

"Angriff" auf die USA

"Neben unseren bisherigen Kernmärkten Deutschland und Großbritannien rücken nun die USA in den Fokus", erklärte Heiner Kamps, Chef der Unternehmensgruppe Theo Müller. Ziel sei, in diesen drei Märkten "dauerhaft eine überragende Rolle zu spielen". In Großbritannien ist Müller Milch Marktführer im Joghurt-Segment mit dem Joghurt mit der Ecke (Müller Corner).

Die USA seien nicht nur "ein sehr großer und damit wirtschaftlich interessanter Markt", erklärte Müller. Für den Eintritt in diesen Markt spreche auch der noch niedrige Pro-Kopf-Verbrauch der Amerikaner, der nur etwa ein Drittel der europäischen Vergleichszahlen ausmache.

Auch Fisch und Salate

Firmenpatriarch Theo Müller hatte die 1896 im bayerischen Aretsried gegründete Molkerei 1971 übernommen und ausgehend von einem Kleinbetrieb einen Konzern geschaffen, der heute mit mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz im Molkereigeschäft die größte Privatmolkerei Deutschlands ist. Insgesamt setzt die Gruppe mit 16.000 Mitarbeitern jährlich rund 3,5 Milliarden Euro um. Seit November steuert eine Holding (Dachgesellschaft) die Unternehmensgruppe von Luxemburg aus. Zum Lebensmittel-Reich der Unternehmensgruppe gehören auch die "Nordsee"-Fischrestaurants oder der Feinkost-Spezialist Nadler.

Theo Müller wegen seiner Geschäftspolitik oft in der Kritik

In der Öffentlichkeit geriet Müller wiederholt wegen seiner Geschäftspolitik gegenüber regionalen Milchbauern in die Kritik, die ihm Dumpingpreise und unfaire Lieferverträge vorwarfen.

Pepsi, Hersteller z.B. von Pepsi-Cola, Mirinda und 7Up sowie von Frito-Lay-Chips, hat bereits die russische Großmolkerei Wimm-Bill-Dann gekauft. Das Unternehmen will in den USA auch gesundheitsbewusste Verbraucher erreichen.

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