Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Konjunktur >

EZB fordert Fortsetzung des Sparkurses in Griechenland


EZB fordert Fortsetzung des Sparkurses in Griechenland

02.07.2012, 12:33 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

EZB fordert Fortsetzung des Sparkurses in Griechenland. Notenbanker Jörg Asmussen fordert von Griechenlands neuer Regierung schnelles Handeln (Quelle: Reuters)

Notenbanker Jörg Asmussen fordert von Griechenlands neuer Regierung schnelles Handeln (Quelle: Reuters)

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in Griechenland eine Fortsetzung der Sparpolitik angemahnt. Das sei die "einzige Lösung" für das hochverschuldete Land, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen in Athen in einer Rede im Rahmen eines Seminars über die griechische Wirtschaft.

Sparprogramm bisher nicht richtig umgesetzt

Asmussen bemerkte in seiner Rede, dass das Sparprogramm bislang in Griechenland keine Ergebnisse gezeigt hat. Dies jedoch liege daran, dass "es nicht richtig in die Tat umgesetzt wird", hieß es. Dies gelte besonders für die vergangenen drei Monate wegen der zwei Parlamentswahlen. "Die neue griechische Regierung darf keine Zeit verlieren, indem sie sich mit einer Lockerung des Memorandums beschäftigt", warnte Asmussen.

Athen müsse schnell die nötigen Maßnahmen ergreifen, damit das Programm der Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro für die Jahre 2013 und 2014 schaffen könne, hieß es. Parallel müssten ein neues Steuergesetz gebilligt, die geplanten Privatisierungen schnell durchgeführt und weitere Reformen im Arbeitsmarkt durchgeführt werden, forderte der EZB-Experte weiter.

Einzelne Bedingungen sind verhandelbar

Am Wochenende hatte Asmussen Athen allerdings Entgegenkommen beim Sparprogramm signalisiert. Es könne über einzelne Bedingungen gesprochen werden, von den grundsätzlichen Vorgaben dürfe aber nicht abgewichen werden, sagte er der Athener Zeitung "Kathimerini".

Für die neue Regierung unter dem konservativen Politiker Antonis Samaras müsse es jetzt die Priorität sein, die Reformprogramme weiter fortzusetzen. Im Zuge der schwierigen Regierungsbildung in Griechenland waren die Reformbemühungen zuletzt ausgesetzt gewesen.

Bei Zielen kein Raum für Änderungen

Wenn die Regierung in Athen sage, "sie möchte die Mischung der Maßnahmen ändern, ist dies etwas, was sicherlich besprochen werden kann", erklärte Asmussen der Zeitung. Bei den Zielen des Sparpaktes, der das Land wieder kreditwürdig und wettbewerbsfähiger machen soll, sehe er allerdings "keinen Raum für Änderungen".

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: