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Opel räumt weiter in der Chefetage auf


Opel räumt weiter in der Chefetage auf

18.07.2012, 18:43 Uhr | dapd, t-online.de

Opel räumt weiter in der Chefetage auf. Opel baut seine Führungsmannschaft um (Quelle: dapd)

Opel baut seine Führungsmannschaft um (Quelle: dapd)

Im Opel-Vorstand rollen weiter die Köpfe: Nach dem Abgang von Karl-Friedrich Stracke als Vorstandsvorsitzender in der vergangenen Woche werden jetzt Entwicklungschefin Rita Forst und Finanzchef Mark James ohne Begründung abgelöst. "Ich danke Rita und Mark für ihre harte Arbeit", erklärte Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky lediglich. Mit der neuen Personalentscheidung bekräftigt Opel-Mutter General Motors (GM) ihre Entschlossenheit, die jahrelange Talfahrt der Tochter, die zu Milliardenverlusten geführt hat, endlich zu stoppen. Der Kahlschlag im Opel-Management ist damit wohl lange noch nicht beendet.

Entwicklungsleitung und Finanzvorstand neu besetzt

Neuer Chef-Entwickler bei Opel wird Michael Ableson, der bisher die weltweite Entwicklung der Fahrzeuge der Kompaktklasse verantwortete. Ihm war mit dem Astra ein großer Erfolg gelungen, denn das Auto wurde als Chevrolet Cruze in den USA und weltweit zu einem Verkaufsschlager.

Als Finanzvorstand kommt Michael Lohscheller, der bisher Finanzchef der US-Tochter des Konkurrenten Volkswagen war und dort die Sanierung mit geleitet hatte. Lohscheller bringt auch Erfahrung aus der Autobranche von seinen früheren Arbeitgebern Daimler und Mitsubishi mit.

Autobauer sucht Vorstandschef

Am 17. Juni hatte der Autobauer Strategievorstand Thomas Sedran zum stellvertretenden Vorstandschef ernannt, als Nachfolger des zurückgetretenen Stracke. Gleichzeitig sucht der Hersteller weiter nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden.

Laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" (FAZ) ist unter anderem der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking im Gespräch. Ein Opel-Sprecher lehnte Kommentare zu "Medienspekulationen" ab. Sedran war erst im April 2012 von einer Unternehmensberatung in den Vorstand gewechselt.

Management soll radikal verschlankt werden

"Opel will die Bürokratie im Unternehmen reduzieren. Die Führungsstrukturen sollen verschlankt und effizienter gestaltet werden", sagte ein Opel-Sprecher auf Anfrage. Zuvor hatte die "FAZ" gemeldet, in den kommenden Wochen wolle sich das Unternehmen von 500 Führungskräften trennen, deren Gehälter allesamt mindestens sechsstellig seien. Den Managern sollen Abfindungsangebote gemacht werden.

Den Angaben zufolge soll Steve Girsky im Aufsichtsrat sogar die Trennung von 2400 Managern gefordert haben. Von den rund 40.000 Mitarbeitern gelten nach seiner Definition 12.000 als Führungskräfte. Seit 2009 hat Opel 8000 von 48.000 Arbeitsplätzen abgebaut, vornehmlich einfache Mitarbeiter.

Opel soll schnell zurück in die schwarzen Zahlen

Die wichtigste Aufgabe des neuen Vorstands besteht darin, Opel in die Gewinnzone zurückzuführen. Ganz oben steht dabei die geplante Schließung des Werkes Bochum mit mehr als 3000 Arbeitnehmern, die aktuell nach 2016 geplant ist. Die Arbeitnehmer haben zunächst auf eine Gehaltserhöhung verzichtet, um Bereitschaft zur Kostenreduzierung zu signalisieren.

Opel braucht schnell Erfolge: Am Dienstag wurden Absatzverluste im Kernmarkt Europa von 15 Prozent im ersten Halbjahr 2012 bekannt - 8,2 Prozent schlechter als der Branchendurchschnitt. Über alle Marken hinweg betrug der Einbruch nach Angaben des Branchenverbandes Acea lediglich 6,8 Prozent.

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