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Brot und Brötchen werden teurer

Brot und Brötchen werden teurer

17.08.2012, 14:44 Uhr | dpa, t-online.de, dapd

Brot und Brötchen werden teurer. Für Brot werden die Deutschen wohl bald tiefer in die Tasche greifen müssen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für Brot werden die Deutschen wohl bald tiefer in die Tasche greifen müssen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Trotz guter Ernte liegen die Preise für Brotgetreide auf Rekordniveau. In der Folge werden auch Brot und Brötchen teurer, wie der Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, Amin Werner, der Nachrichtenagentur dapd sagte.

Am Donnerstag hatte der Verband der Deutschen Mühlen angekündigt, die Preissteigerungen bei Brotgetreide weitergeben zu wollen. "Das merken wir bereits", sagte Werner. Ob die Preiserhöhungen am Markt durchsetzbar sind, sei angesichts der Konkurrenz durch Discounter aber offen, sagte Werner. Bis Ende des Jahres könnte es aber zu steigenden Preisen kommen.

Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hatte Ende Juli erklärt, es gebe keine deutlichen Signale für steigende Verbraucherpreise etwa bei Brot und Brötchen. "Was die Preiserhöhung betrifft, hat Frau Aigner keine Ahnung", sagte Werner.

Hohe Personalkosten belasten Branche

Erschwerend wirken sich Werner zufolge zudem die Tarifabschlüsse im Backgewerbe mit Lohnerhöhungen von drei bis vier Prozent aus. "Beim Wert eines Brotes von einem Euro sind bereits 50 Cent Personalkosten", sagte Werner. Zutaten eines Brotes, also auch Mehl, haben laut Werner einen Anteil von 18 bis 25 Prozent am Gesamtpreis.

Angesichts der angespannten Weltmarktlage müssen die Mühlen hierzulande Getreide für die Brotmehl-Produktion derzeit so teuer einkaufen wie noch nie in den vergangenen 25 Jahren. Die Preise für Brotgetreide sind dem Verband zufolge jetzt in der Erntezeit um 25 bis 35 Prozent höher als vor zwölf Monaten. Für die Branche zeichnen sich demnach Mehrkosten beim Rohstoffeinkauf von 400 Millionen Euro ab, die letztlich in die Verkaufspreise einfließen müssten.

Getreidepreise auf Rekordhoch

Die deutschen Mühlen beziehen 95 Prozent des Brotgetreides, also Weizen und Roggen, aus dem Inland. Die Preise werden aber maßgeblich von den internationalen Getreidemärkten bestimmt, die wegen einer extremen Dürre im wichtigen Anbauland USA gerade hoch angespannt sind. Wegen Ernteausfällen reichten die Weltgetreidevorräte derzeit für nur noch 69 Tage, erläuterte der Mühlenverband.

Gute Ernte erwartet

Für die heimische Ernte deute sich mit 25,9 Millionen Tonnen ein kleines Plus im Vergleich zum schwachen Vorjahresergebnis an. "Damit fehlen zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre aber weiter mindestens eine Million Tonnen Weizen und Roggen", sagte der Verbandsvorsitzende Hans-Christoph Erling.

Bei den Mühlen machen die Kosten für den Rohstoffeinkauf rund 80 Prozent der Kalkulation aus. Steigerungen von 25 bis 35 Prozent könnten unmöglich aufgefangen werden, warnte der Verband als Branchenvertretung der 550 deutschen Mühlen mit 6000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro.

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