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Deutsche Bahn überholt wegen Konkurrenz alte Züge

Deutsche Bahn überholt wegen Konkurrenz alte Züge

04.10.2012, 19:40 Uhr | dapd

Deutsche Bahn überholt wegen Konkurrenz alte Züge. Die Deutsche Bahn modernisiert Züge auf einer wichtigen Strecke (Quelle: dapd)

Die Konkurrenz zwingt die Bahn zu einer Überholung ihrer Züge (Quelle: dapd)

Konkurrenz belebt das Geschäft: Die Deutsche Bahn reagiert auf den Angriff der Privatkonkurrenz im Fernverkehr mit einer Qualitätsoffensive. Auf der stark nachgefragten Strecke Hamburg-Köln setzt der Staatskonzern ab Dezember nur noch komplett renovierte IC-Züge oder sogar die noch moderneren ICE-Waggons ein. Außerdem wird die Online-Reservierung verbessert.

Neue Konkurrenz für die Bahn

Seit Ende Juli fährt zwischen Hamburg und Köln auch der Privatanbieter HKX, der die Kunden mit deutlich billigeren Fahrscheinen lockt. "Wir wollen besser sein", kündigte der Vorstandschef des DB-Fernverkehrs Berthold Huber an.

Mit einer Investition von 250 Millionen Euro renoviert die Deutsche Bahn ihre bis zu 40 Jahre alte Intercity-Flotte und macht die Züge bequemer für die Passagiere. Insgesamt 770 Waggons werden überholt und bekommen neue Stühle, neue Bistros, neue Klimaanlagen, Steckdosen an allen Plätzen und eine andere Inneneinrichtung, wie Bahn-Vorstandsmitglied Ulrich Homburg in Hamburg mitteilte.

Alte ICs werden aufgemöbelt

Die zum Teil stark abgenutzten Züge werden an den Standard der modernen ICE-Wagen angepasst, wie die Bahn verspricht. Der erste umgebaute Zug wurde nun in Hamburg vorgestellt. Ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember werden die neuen Wagen auf der IC-Linie Hamburg-Köln-Mainz-Stuttgart eingesetzt. Die übrigen Linien sollen folgen.

Die IC-Verbindungen sind das zweitwichtigste Produkt im Personenfernverkehr der Bahn: Mit 53 Millionen Fahrgästen im Jahr machen sie 40 Prozent aller Passagiere aus.

Bald kommt der neue ICx

Die renovierten IC-Wagen sollen noch zehn bis 15 Jahre halten. Ab 2016 werden sie nach und nach von 300 komplett neuen Zügen vom Typ ICx abgelöst, für die die Bahn bis zu sechs Milliarden Euro ausgibt.

Der privatwirtschaftlich betriebene Fernzug Hamburg-Köln-Express (HKX) greift die Deutsche Bahn seit Ende Juli mit Kampfpreisen ab 18 Euro für die einfache Fahrt an. Der HKX fährt mit plüschigen Waggons aus den siebziger Jahren bis zu dreimal am Tag hin und her. Die DB nimmt regulär bis zu 90 Euro. Bahnmanager Huber lehnte Angaben zu der Frage ab, ob die Bahn bei ihren Passagierzahlen die Konkurrenz spüre. "Das muss man langfristiger betrachten", sagte er.

Künftig konkrete Sitzplatz-Buchung möglich

Bahnfahrer können ab Dezember außerdem ihren gewünschten Sitzplatz über das Internet individuell reservieren. Ab Fahrplanwechsel führt das Reiseunternehmen die neue Möglichkeit bei ausgewählten Zügen ein, wie die Geschäftsführerin von DB Vertrieb, Birgit Bohle, in Hamburg mitteilte. Dann können Reisende wie im Flugzeug über eine Grafik im Internet ihre Sitze auswählen. Auch die Wahl von Plätzen, die vorwärts oder rückwärts gerichtet sind, soll möglich werden.

Bisher hatten die Passagiere nur die Wahl zwischen Großraum und Abteilwagen sowie zwischen Gang oder Fenster. Der genaue Platz wurde dann vom Bahncomputer zugewiesen. Ab Dezember können in 75 Prozent der ICE-Züge die Plätze individuell reserviert werden, wie Bohle sagte. Das neue System funktioniert nur bei Onlinebuchungen und noch nicht für Intercityzüge. Beim Fahrkartenkauf am Schalter soll die Buchung des Wunschplatzes später eingeführt werden.

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