Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Lehman Brothers versilbert wertvollsten Besitz

Lehman Brothers versilbert wertvollsten Besitz

27.11.2012, 10:15 Uhr | t-online.de, dpa

Lehman Brothers versilbert wertvollsten Besitz . Die Lehman-Gläubiger können bald auf Geld hoffen (Quelle: imago images)

Die Lehman-Gläubiger können bald auf Geld hoffen (Quelle: imago images)

Vier Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers können die Gläubiger auf Geld hoffen. Denn die Nachfolgefirma versilbert ihren wertvollsten Besitz: Die Immobilientochter Archstone geht für 6,5 Milliarden Dollar (fünf Milliarden Euro) an die beiden Wohnungsgesellschaften Equity Residential und AvalonBay Communities.

Ursprünglich sollte Archstone an die Börse

Eigentlich hatte Lehman Brothers Holdings die Tochterfirma an die Börse bringen wollen. Es wäre mit 3,45 Milliarden Dollar einer der größten Börsengänge des Jahres geworden, wobei bis zuletzt unklar war, welchen Anteil Lehman genau abstoßen wollte. Der jetzige Verkauf am Stück sei "ein sehr positives Ergebnis für die Gläubiger", erklärte Verwaltungsratschef Owen Thomas in New York.

Lehman Brothers bekommt 2,7 Milliarden Dollar in bar und den Rest in Aktien der Käufer. Equity Residential wird mit rund 60 Prozent den Löwenanteil an Archstone halten.

Immobilien in Ballungsräumen

Archstone ist einer der größten Vermieter der USA mit mehr als 54.400 Einheiten in 169 Kommunen. Die Appartementanlagen und Hochhäuser stehen bevorzugt in Ballungsräumen wie New York City, San Francisco oder Washington, DC. Archstone kassierte pro vermieteter Wohnung im Schnitt zuletzt monatlich 2168 Dollar oder umgerechnet 1672 Euro. Die Gebäude waren fast komplett belegt.

Lehman hatte die Immobilienfirma 2007 zusammen mit einem Partner für 22,2 Milliarden Dollar übernommen und erst in diesem Jahr die alleinige Kontrolle erlangt. Das ebnete letztlich den Weg für den Verkauf.

Honorar-Kritik in Deutschland

Lehman Brothers war im September 2008 wegen missglückter Spekulationen auf dem US-Häusermarkt spektakulär zusammengebrochen. Ein neues Management wickelt nun alte Geschäfte ab und verkauft Vermögenswerte, um den Gläubigern zumindest einen Teil ihres verlorenen Geldes zurückgeben zu können. Es sind bereits mehrere Milliarden geflossen.

In Deutschland hatten zuletzt Spekulationen über ein sehr hohes Honorar für den Insolvenzverwalter der ehemaligen Frankfurter Tochtergesellschaft Lehman Brothers Bankhaus AG für Aufsehen gesorgt. Von bis zu 800 Millionen Euro war die Rede. Aus diesem Topf müssen aber auch alle Kosten für die beteiligten rund 100 Anwälte beglichen werden. Die Insolvenzverfahren in den USA und andernorts laufen großteils getrennt.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal