Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Deutsche Bahn soll schneller zerschlagen werden


EU will Deutsche Bahn schon bis 2019 zerschlagen

17.12.2012, 13:08 Uhr | AFP

Deutsche Bahn soll schneller zerschlagen werden. Die Bahn muss sich wohl früher als gedacht von ihrem Schienennetz trennen (Quelle: dapd)

Die Bahn muss sich wohl früher als gedacht von ihrem Schienennetz trennen (Quelle: dapd)

Die EU-Kommission will bei der Deutschen Bahn einem Bericht zufolge früher als bisher bekannt eine Trennung von Netz und Bahnbetrieb erzwingen. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas wolle im Januar seine Pläne für eine Zerschlagung des Unternehmens mit dem Zieldatum 2019 vorlegen, berichtete die "Wirtschaftswoche". Zuvor habe Kallas das Jahr 2023 genannt. 2019 biete sich als Zieldatum an, weil dann auch eine Öffnung der Märkte für Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen in der EU vorgesehen sei.

Finanzielle Verflechtung problematisch

Die EU-Kommission dringt nicht nur in Deutschland seit Jahren auf eine stärkere Trennung von Netz und Bahnbetrieb, um den Wettbewerb zu verbessern. Problematisch bei der Deutschen Bahn ist aus Brüsseler Sicht die finanzielle Verflechtung der Holding, also des Gesamtkonzerns, mit Tochtergesellschaften, die sich um die Infrastruktur, also vor allem die Schienen, kümmern.

Unfaire Vorteile befürchtet

Der Verkehrskommissar befürchtet, dass staatliche Gelder für die Infrastruktur - welche auch von anderen Bahngesellschaften genutzt wird - über das gemeinsame Dach zu den Transporttöchtern der Bahn fließen, also in den Personen- und Frachtverkehr. Dadurch könnten diese Töchter unfaire Vorteile gegenüber Konkurrenten auf der Schiene haben.

Laut "Welt" verspricht die EU den Verbrauchern durch die Liberalisierung Einsparungen von 23 Milliarden Euro. Ein weiterer Plan von Kommissar Kallas ist nach Angaben der Zeitung, künftige Diskriminierungen von Wettbewerbern der Bahn zu verhindern. So würden in Deutschland und Tschechien die marktbeherrschenden Unternehmen von Wettbewerbern bis zu 25 Prozent Provision für den Verkauf von Fahrscheinen verlangen. In anderen Ländern reichten Provisionen von 1,5 Prozent. Die Konkurrenten beklagten zudem, dass sie Einnahmen oft erst nach zwei Jahren überwiesen bekämen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR
Rohstoffe und Währungen

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: