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Griechenland: Jetzt werden die Wälder verheizt

Schuldenkrise  

Griechenland: Aus Armut Holz statt Heizöl

02.01.2013, 19:16 Uhr | dpa, t-online.de

Griechenland: Jetzt werden die Wälder verheizt. Weil Heizöl für viele zu teuer ist, heizen Griechen immer öfter mit Holz (Quelle: AFP)

Weil Heizöl für viele zu teuer ist, heizen Griechen immer öfter mit Holz (Quelle: AFP)

Nun verheizen die Griechen offenbar ihre Wälder. Um teures Heizöl zu sparen, verbrennen viele Griechen Holz, um sich im derzeit kalten Winter zu wärmen. Die Folge: Beißender Geruch und graubraune Dunstschichten über den Ballungszentren - Smog. Viele Athener klagten über tränende Augen und brennen im Hals. Die Wirtschaftskrise und steigende Preise rauben Griechenland die Luft zum atmen - buchstäblich, wie Ärzte meinen.

Bedrohliche Dimensionen der Sparpolitik

Das Holz wird häufig illegal geschlagen und zum Teil auf improvisierten Märkten verkauft. Oft werden auch alte, lackierte Holzmöbel verheizt, hieß es im "Deutschlandradio". Die Ärztekammer der griechischen Hauptstadt rief die Regierung dazu auf, die Bevölkerung vor diesen Folgen ihrer Sparpolitik zu schützen. Das Phänomen habe "bedrohliche Dimensionen angenommen und setzt das Leben von Millionen Bürgern Gefahren aus", hieß es weiter. Dies gelte besonders für Kinder und chronisch Kranke.

Heizöl-Steuer drastisch erhöht

Im Zuge der Sparmaßnahmen hatte die griechische Regierung die Heizölsteuer an die - deutlich höhere - Steuer für Dieselöl angeglichen. Die Preise für Heizöl stiegen verglichen mit 2011 um mehr als 50 Prozent auf 1,38 Euro pro Liter. Nach Messungen des Umweltministeriums wurde der zulässige Feinstaubgrenzwert in den vergangenen Wochen wiederholt übertroffen. Im Norden Athens wurden Werte um 150 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen - erlaubt sind 50.

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