Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Schlecker und Co.: Firmenpleiten richten Milliarden-Schaden an

Schlecker, Neckermann und Co. : 40 Mrd. Euro Schaden durch Firmenpleiten

16.01.2013, 14:42 Uhr | t-online.de, dpa

Schlecker und Co.: Firmenpleiten richten Milliarden-Schaden an. Firmeninsolvenzen richten 2012 hohen Schaden an (Quelle: imago images)

Firmeninsolvenzen richten 2012 hohen Schaden an (Quelle: imago images)

Im vergangenen Jahr wurden wieder tausende Firmen insolvent. Der Schaden für die Geldgeber ist immens. Die Forderungen der Gläubiger werden auf 38,3 Milliarden Euro beziffert. Im Jahr 2011 waren es noch 31,5 Milliarden Euro, berichtet die Wirtschaftsauskunftei Bürgel in Hamburg.

Schlecker und Neckermann insolvent

Schlagzeilen machten im Jahr 2012 vor allem große Firmenpleiten wie Schlecker und Neckermann. Neben den beiden prominenten Unternehmen strichen an jedem Werktag ungefähr 120 Firmen die Segel - meistens junge und kleine Firmen. Leidtragende sind die Gläubiger und Lieferanten der insolventen Betriebe, die ihre Forderungen nicht eintreiben können und dann oft selbst in Gefahr geraten - und die Arbeitnehmer, die ihren Job verlieren.

Die Zahl der Insolvenzen ging allerdings um 2,2 Prozent auf rund 29.600 zurück. Das ist der zweitniedrigste Stand innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Im vierten Quartal deutete sich jedoch eine Trendwende an und die Insolvenzen nahmen wieder zu.

Mehr Insolvenzen erwartet

Für das laufende Jahr rechnet Bürgel mit einem leichten Anstieg auf rund 30.300 Insolvenzen. "Begründet wird dieser Zuwachs mit der sich abschwächenden Konjunktur in Europa und den schwachen Wachstumsprognosen für Deutschland", sagte Bürgel-Chef Norbert Sellin. "Nachgelagert können sich diese konjunkturellen Einflüsse auf die Zahl der Firmenpleiten auswirken."

Besonders häufig von Insolvenzen betroffen sind Firmen, die nicht länger als vier Jahre am Markt sind. Auf sie entfallen rund 40 Prozent aller Pleiten. Unter den Branchen sind Dienstleister und Handelsunternehmen besonders betroffen. Regional gibt es relativ große Unterschiede.

Besonders hoch ist die Insolvenzgefahr in Nordrhein-Westfalen (160 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen), aber auch Schleswig-Holstein und das Saarland (je 108) schneiden schlecht ab. Am stabilsten ist die Wirtschaft in Baden-Württemberg (51) und Bayern (59). Wichtigste Ursache für eine Insolvenz sind fehlende Aufträge.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal