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Verbände fordern Neuregelung für Mehrwegflaschen

Verbände fordern Neuregelung für Mehrwegflaschen

06.02.2013, 11:06 Uhr | dpa, dapd

Verbände fordern Neuregelung für Mehrwegflaschen. Verbände fordern mehr Klarheit bei Flaschen (Quelle: imago images)

Verbände fordern mehr Klarheit bei Flaschen (Quelle: imago images)

Umwelt- und Verbraucherschützer halten die geplante Kennzeichnung von Einwegflaschen für nicht weitgehend genug. "Wir hätten uns eine andere Lösung gewünscht", sagte Hyewon Seo vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv). Der Geschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Leif Miller, sprach sich im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd dafür aus, "dass das Dosenpfand um eine auf Umweltkriterien basierende Verpackungssteuer ergänzt werden muss". Beide sprachen aber von einem Schritt in die richtige Richtung.

Das Bundeskabinett will eine Regelung auf den Weg bringen, die vorsieht, dass Einwegflaschen künftig besser gekennzeichnet werden. In Supermärkten oder Getränkemärkten sollen etwa an Regalen Warnhinweise in der Größe der Preisetiketten die Verbraucher künftig darauf hinweisen, ob es sich um Ein- oder Mehrwegflaschen handelt. Das sieht eine Verordnung aus dem Haus von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) vor. Damit soll Verbrauchern die Entscheidung für ökologische Getränkeverpackungen erleichtert werden.

Viele können die Flaschen nicht unterscheiden

Miller verwies darauf, dass jeder zweite Deutsche Mehrwegflaschen nicht von Einwegflaschen unterscheiden könne, die bei der Rückgabe sofort in den Schredder kommen. "Deshalb ist eine Kennzeichnung von Einwegflaschen der erste richtige Schritt", betonte er. Allerdings müsse das Problem an der Wurzel gepackt werden, um "die dramatisch sinkende Mehrwegquote" aufzuhalten.

Ähnlich äußerte sich auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen. "Es herrscht große Verwirrung bei den Verbrauchern. Man kann kaum unterscheiden, ob eine Pfandflasche eine Mehrweg- oder eine Einwegflasche ist", sagte Seo. Aus Verbrauchersicht wäre die Kennzeichnung direkt auf der Flasche wünschenswert gewesen, dies habe die EU aber mit Verweis auf den Binnenmarkt verhindert. Bei der geplanten Kennzeichnung handle es sich daher um "einen Schritt in die richtige Richtung".

Die Mehrwegquote ist seit 2004 von 70 Prozent auf nur noch rund 50 Prozent zurückgegangen. Die Läden verdienen gut am Einwegmüll. Nicht nur, dass die mit 25 Cent Pfand belegten Flaschen oft im Müll landen. Die Wertstoffe, die zurückkommen, sind bares Geld. Für Plastikflaschen gibt es zwischen 400 und 500 Euro pro Tonne.

Gabriel-Vorschlag scheiterte an EU

Bereits 2009 hatte der damalige Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) einen Vorschlag für die Kennzeichnung von Einwegflaschen vorgelegt und war letztlich an den Bedenken der EU-Kommission gescheitert. Das Bundesumweltministerium hat die Kennzeichnung direkt auf den Flaschen im Neuanlauf daher verworfen.

Von der Neuregelung betroffen sind unter anderem Supermärkte, Drogerien und Getränkemärkte - insgesamt 125.000 Unternehmen in Deutschland.

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