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US-Banken im Stresstest: Eine fällt durch

US-Banken im Stresstest: Eine fällt durch

08.03.2013, 11:12 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de

US-Banken im Stresstest: Eine fällt durch. Wie steht es um die amerikanischen Banken? Der Stresstest sagt: Gut (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie steht es um die amerikanischen Banken? Der Stresstest sagt: Gut (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ist ein Zusammenbruch des US-Finanzmarkts heute genauso wahrscheinlich wie im Krisenjahr 2008? Nein, lautet das Fazit des jüngsten Banken-Stresstests. 17 der 18 wichtigsten Institute des Landes würden einen massiven Abschwung überstehen. Einzig die Geldreserven des Auto- und Hausfinanzierers Ally Financial rutschten im angenommenen Krisenszenario unter die geforderte Schwelle.

Die Banken hätten ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wirtschaftsszenarien verbessert, erklärte die Notenbank Fed. Sie stünden bei ihrer Kapitalausstattung besser da als vor der Finanzkrise, die im September 2008 zum Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers und zu Notverkäufen anderer Finanzhäuser geführt hatte.

Ally Financial reißt die Hürde

Durchgefallen ist als Einzige die unter staatlicher Kontrolle stehende Ally Financial, der frühere Finanzdienstleister von General Motors. Ally war in der Absatzkrise vom US-Staat mit 17 Milliarden Dollar unterstützt worden. Der Staat hält noch immer 70 Prozent an dem Finanzunternehmen.

Bei dem jährlich wiederkehrenden Stresstest rechnet die Fed durch, was mit den Rücklagen der Finanzfirmen passieren würde, wenn Märkte und Realwirtschaft plötzlich einbrächen. Die Fed will dadurch sichergehen, dass die Banken selbst im Extremfall genug Geld auf der hohen Kante haben, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen. In der Finanzkrise hatte der Staat einspringen müssen.

2012 scheiterten vier von 19 Banken

In den vergangenen vier Jahren hätten sich Kapitalqualität und -quantität deutlich verbessert, erklärte Fed-Direktor Daniel Tarullo. Dadurch seien die Institute "selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besser in der Lage, die Verbraucher und Firmen mit Geld zu versorgen". Beim Stresstest im vergangenen Jahr waren noch vier von 19 Banken durchgerauscht, unter anderem die Citigroup.

Die Fed baute in ihrem Stresstest ein wahres Schreckensszenario auf: Die Aktienkurse brachen um mehr als die Hälfte ein, die Häuserpreise schmolzen um gut 20 Prozent und die Arbeitslosenquote stieg in der Spitze auf 12,1 Prozent. Zum Vergleich: Momentan liegt die Arbeitslosigkeit in den USA bei 7,9 Prozent, Höchststand in der Rezession waren 9,9 Prozent. Der Gesamtverlust, den die Banken unter den Testbedingungen binnen neun Monaten wegstecken müssten, bezifferte die Fed auf 462 Milliarden Dollar (355 Milliarden Euro).

Bei Europas Geldhäusern dürfte der Test spannender werden

Der Stresstest ist Teil des Dodd-Frank Acts - jenem Gesetzespaket, das die Wall Street nach der Finanzkrise zügeln sollte. Auf Europas Banken dürfte in diesem Jahr auch noch ein solcher Stresstest zukommen. Dessen Ausgang dürfte vor dem Hintergrund der weiter schwelenden Schuldenkrise indes spannender ausfallen als in den USA, wo insbesondere die Zahl der faulen Eigenheim-Kredite abgenommen hat.

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