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Grand Hotel Heiligendamm: Investoren-Gelder sind weg

Investment im Grand Hotel Heiligendamm "definitiv verloren"

25.03.2013, 19:36 Uhr | dpa, t-online.de

Grand Hotel Heiligendamm: Investoren-Gelder sind weg. Für das Grand Hotel Heiligendamm gibt es wohl keine Hoffnung mehr (Quelle: dpa)

Für das Grand Hotel Heiligendamm gibt es wohl keine Hoffnung mehr (Quelle: dpa)

Für die Investoren des Grand Hotel Heiligendamm gibt es wohl keine Hoffnung mehr: Immobilien-Unternehmer Anno August Jagdfeld hat jetzt vor allem störenden Zaungästen die Schuld am teuren Scheitern des 5-Sterne-Hauses gegeben. Das Geld für die Nobelherberge sei "definitiv verloren". Die Kritik von Anlegern, die in Heiligendamm insgesamt 123 Millionen Euro versenkten, wies er indes deutlich zurück.

Neugierige Touristen zerstören Ruf

Bei schönem Wetter seien 4000 Leute erschienen, sagte Jagdfeld dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Da fahren die Leute gezielt hin, von den Seniorenresidenzen oder vom Campingplatz", zitierte das Magazin den Unternehmer. Das seien neugierige Tagestouristen gewesen.

"Ich kann die verstehen, ich bin auch neugierig, ich wäre auch hingegangen. Aber die Hotelgäste sagten, das ist hier ja wie im Freilichtmuseum", erklärte Jagdfeld. Mit dieser Hypothek sei es unmöglich gewesen, das Hotel in die schwarzen Zahlen zu führen: "Der Ruf war ruiniert."

"Da kommt auch nichts mehr"

Die Investition könne nicht mehr gerettet werden. "Das ist definitiv verloren, da kommt auch nichts mehr", meinte Jagdfeld. Das Grand Hotel Heiligendamm hatte vor gut einem Jahr Insolvenz angemeldet, der Betrieb läuft allerdings weiter.

Jagdfeld, der Investmentfonds sowohl für Heiligendamm als auch für das Adlon-Hotel in Berlin auflegte, ließ die Kritik enttäuschter Anleger nicht gelten. Über seine Verlustgeschäfte in Ostdeutschland sagte Jagdfeld: "Natürlich bedauere ich diese Entwicklung. Es ist aber niemand mit der Kalaschnikow gezwungen worden, bei uns Fondsanteile zu zeichnen. Die Anteile sind uns aus der Hand gerissen worden." Alle seien damals davon ausgegangen: "Das wird ein Bombengeschäft."

Banken verlängerten Kredite nicht

Das 2003 nach umfassender Restaurierung und Ausbau wiedereröffnete Grand Hotel hatte es vor allem durch den G8-Gipfel im Jahr 2007 mit Kanzlerin Angela Merkel und George W. Bush in die Schlagzeilen geschafft, musste jedoch im Februar des vergangenen Jahres Insolvenz anmelden.

Große Teile des Wiederaufbaus des Hotels waren über Fonds abgewickelt worden. Ursache für die Pleite war Jagdfeld zufolge, dass Kreditzinsen nicht mehr gezahlt werden konnten. Die Banken hatten demnach abgelehnt, ihre Kredite zu verlängern.

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