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Finanzaufsicht BaFin nimmt selbst ernanntes "Königreich" ins Visier

BaFin: Ermittler nehmen selbst ernanntes "Königreich" ins Visier

26.04.2013, 15:59 Uhr | dpa, t-online.de

Finanzaufsicht BaFin nimmt selbst ernanntes "Königreich" ins Visier. Die schrägen Pläne eines "Staatsgründers" hat die BaFin durchkreuzt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die schrägen Pläne eines "Staatsgründers" hat die BaFin durchkreuzt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schräger "Staatsgründer" im Visier der Finanzaufsicht: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ein selbst ernanntes "Königreich Deutschland" in Wittenberg durchsuchen lassen. Mehr als 100 Beamte hätten am gestrigen Donnerstag zwölf Standorte unter die Lupe genommen, sagte ein Sprecher der Finanzaufseher in Bonn. Zuvor hatte die "Mitteldeutschen Zeitung" darüber berichtet. Demnach geht es um den Verdacht des unerlaubten Bank- und Versicherungsgeschäfts.

47-Jährigem Geschäfte verboten

Durchsucht wurden der Zeitung zufolge unter anderem das "Staatsgebiet" auf einem ehemaligen Krankenhausgelände und die "Staatskanzlei" in einem Bürokomplex am Stadtrand. Die BaFin habe dem 47 Jahre alten Hauptbeschuldigten schon einmal die Geschäfte untersagt. Mit den Durchsuchungen solle festgestellt werden, ob der Wittenberger trotzdem weiter tätig war, sagte BaFin-Sprecher Sven Gebauer.

Der gelernte Koch und Karatelehrer Peter Fitzek habe sich vor rund einem halben Jahr von Hunderten Anhängern zum "Souverän" krönen lassen - mit einer feierlichen Zeremonie in einer alten Werkhalle eines Chemiebetriebes, meldete die Zeitung. Die BaFin habe ihn mehrfach abgemahnt, weil der "Staatsgründer" ihrer Ansicht nach mit seiner "Neuen Deutschen Rentenkasse" verbotene Versicherungsgeschäfte betrieben habe.

Eigene Währung versprochen

Bei einem "Tag der offenen Tür" Ende März habe sich zudem die "Königliche Reichsbank" gezeigt, die den "Untertanen" in Zukunft zinslose Geldanlagen in der Fantasiewährung "Neue Deutsche Mark" versprochen hat. Im Internet ist daneben von einer eigenen Verfassung und einem Gesetzblatt die Rede.

Die BaFin prüft den Verdacht, der 47-Jährige habe unerlaubt wie eine Bank Geld angenommen und ohne Erlaubnis Versicherungen vertrieben. Sie kann die Geschäfte dann untersagen und ihre Abwicklung anordnen. Für Strafverfahren kann sie ihre Untersuchungen an die Staatsanwaltschaft abgeben.

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