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"Eurofighter" wird teurer - Thema erst nach der Bundestagswahl 2013?

Presse: "Eurofighter" wird teurer als geplant

07.07.2013, 19:51 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de

"Eurofighter" wird teurer - Thema erst nach der Bundestagswahl 2013?. Der "Eurofighter" ist ein Gemeinschaftsprojekt von  von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien (Quelle: pcture alliance / Juergen Feichter)

Der "Eurofighter" ist ein Gemeinschaftsprojekt von von Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien (Quelle: pcture alliance / Juergen Feichter)

Das Bundesverteidigungsministerium gibt derzeit kein gutes Bild ab. Erst das Debakel mit der Drohne Euro-Hawk, nun Probleme mit einem weiteren Rüstungsprojekt. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab aus seiner neuen Ausgabe berichtet, gibt es große finanzielle und qualitative Schwierigkeiten mit dem Kampfjet "Eurofighter". Dieser werde voraussichtlich um einige Milliarden teurer als bislang veranschlagt.

Budget wird deutlich überschritten

Wie das Bundesverteidigungsministerium in Berlin bestätigte, seien rund 14,7 Milliarden Euro für die Anschaffung von 180 "Eurofightern" bewilligt worden. Davon würden bis Ende des Jahres rund 14,5 Milliarden Euro ausgegeben - bis dahin würden allerdings nur 108 Flugzeuge ausgeliefert werden, hieß es.

Laut "Spiegel" kalkuliert die Bundeswehr bereits mit Zahlungen von 16,8 Milliarden Euro bis 2018, auch diese Summe werde aber voraussichtlich um einen Milliardenbetrag überschritten.

Probleme schlecht für den Wahlkampf

Offenbar aus Rücksicht auf den Wahlkampf solle das Thema vorerst nicht mehr behandelt werden, schreibt das Magazin weiter.

Angebliche Qualitätsmängel

Dem Bericht zufolge gibt es auch gravierende Qualitätsmängel bei dem Rüstungsprojekt. So habe die Bundeswehr die Zulassung eines Luftfahrtbetriebs für ein "Eurofighter"-Werk von EADS wegen Missmanagements Ende 2008 auslaufen lassen - erst im April 2011 habe das Werk in Machning seine Zulassung wieder erhalten. Demnach seien in internen Dokumenten "im Fertigungsablauf bei der Endprüfung 35 Mängel festgestellt und dokumentiert" worden.

Das Bundesverteidigungsministerium wies diese Darstellung zurück: nach einer "Anpassung" des Qualitätsmanagementsystems an amtliche Vorgaben sei die Zulassung Ende April 2009 wieder erteilt worden, erklärte das Ministerium.

Millionengrab "Euro-Hawk"

Erst im Juni musste das Verteidigungsministerium das "Euro-Hawk"-Projekt auf Eis legen, nachdem herauskam, dass das Fluggerät keine Zulassung bekommen würde. Es entstand ein Schaden von etwa 700 Millionen Euro. Bis Ende September müssten laut der "Bild" monatlich etwa 3,3 Millionen Euro für die weitere Erprobung bezahlt werden.

"Euro Hawk" ist die europäische Version der US-Drohne "Global Hawk" des Unternehmens Northrop Grumman, ausgestattet mit Aufklärungstechnik des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS.

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