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Banken-Gefahr gebannt? "Wir stehen noch im Schatten von Lehman"

Banken-Gefahr gebannt?  

"Wir stehen noch im Schatten von Lehman"

07.09.2013, 16:51 Uhr | dpa, t-online.de

Banken-Gefahr gebannt? "Wir stehen noch im Schatten von Lehman". Ein Mitarbeiter der Lehman-Bank betritt die Zentrale in New York am Tag der endgültigen Pleite, dem 15. September 2008 (Quelle: dpa)

Ein Mitarbeiter der Lehman-Bank betritt die Zentrale in New York am Tag der endgültigen Pleite, dem 15. September 2008 (Quelle: dpa)

Fast genau fünf Jahre ist es her, dass die US-Investmentbank Lehman Brothers endgültig zusammenbrach. Am 15. September ging die Nachricht um die Welt, dass die US-Regierung das Institut nicht retten würde. Die schwerste Krise der Weltwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg war die Folge. Und heute? „Wir leben immer noch im Schatten von Lehman“, sagte der einstige Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Die Folgen seien nicht überwunden. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) glaubt aber: Ein zweiter Fall Lehman ist nicht mehr möglich.

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"Eine einzelne Bank könnte heute nicht mehr das ganze System zum Einsturz bringen. Dafür haben die Banken inzwischen Vorsorge getroffen und die Politik dementsprechende Leitplanken eingezogen", sagte Schäuble der "Welt am Sonntag".

Schäuble: Europa hat viel erreicht

Die Banken hätten zwar zum Teil aus der Krise gelernt. Der Finanzminister ermahnte die Finanzhäuser aber, nicht über Überregulierung zu lamentieren. "Die Klagen aus dem Finanzsektor sind nicht meine große Sorge. Die kehren mal lieber vor ihrer eigenen Tür", meinte Schäuble. Europa habe in den vergangenen Jahren viel erreicht und einen neuen Ordnungsrahmen für die Finanzmärkte geschaffen. Mit der geplanten Bankenunion sei eine wichtige Aufgabe aber noch nicht abgeschlossen.

Jörg Asmussen, Mitglied im EZB-Direktorium, äußerte sich in der "FAS" weniger zuversichtlich als Schäuble. Gebe es Banken-Testamente oder einen europäischen Abwicklungsfonds, sei es "hoffentlich nicht mehr so dramatisch", wenn eine große Bank verschwinde. "Letztgültig wissen wir das allerdings nie."

Widerstand gegen Haftung für ausländische Banken

Gegen eine gesamteuropäische Haftung hatten zuletzt die deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken Stellung bezogen. Sie fürchten um deutsche Spareinlagen, wenn damit auch risikoreichen Geschäfte ausländischer Groß- und Investmentbanken abgesichert würden.

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