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Esprit rutscht nach Millionenverlust in tiefrote Zahlen

Millionen-Verlust eingefahren  

Esprit in tiefrote Zahlen gerutscht

10.09.2013, 14:18 Uhr | dpa, dpa-AFX, AFP, t-online.de

Esprit rutscht nach Millionenverlust in tiefrote Zahlen. Esprit muss derzeit herbe Verluste und Umsatzrückgänge verkraften (Quelle: dpa)

Esprit muss derzeit herbe Verluste und Umsatzrückgänge verkraften (Quelle: dpa)

Esprit ist erstmals seit dem Börsengang im Jahr 1993 tief in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich muss der Moderiese im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Verlust von knapp 4,4 Milliarden Hongkong-Dollar (427 Millionen Euro) verbuchen, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz der Modekette, die sich derzeit inmitten eines tiefgreifenden Konzernumbaus befindet, brach um rund 14 Prozent auf 25,9 Milliarden Hongkong-Dollar (rund 2,5 Milliarden Euro) ein.

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"Extrem schwieriges" Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr zuvor hatte Esprit noch einen Gewinn von 873 Millionen Hongkong-Dollar (85 Millionen Euro) erzielt. Grund für den hohen Verlust seien vor allem Abschreibungen und Rückstellungen, erklärte Esprit. Diese stünden vor allem mit Ladenschließungen, Zukäufen in China und nicht verkaufter Ware im Zusammenhang. Das zurückliegende Geschäftsjahr sei "extrem schwierig" gewesen.

Aktie abgestürzt

Das Unternehmen hatte bereits im Mai mitgeteilt, dass 2012/13 ein hohes Minus in den Büchern stehen dürfte. Der Verlust fiel jetzt allerdings höher als von Experten erwartet aus. An der Börse in Hongkong stürzte das Papier nach Bekanntgabe der Zahlen ab.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarte die Unternehmensführung "eine Zeit des Übergangs, in der wir das Ziel verfolgen, unsere Leistung zu stabilisieren und das Fundament für eine dauerhafte Erholung zu schaffen." Esprit hatte 2011 seinen umfassenden Konzernumbau angekündigt.

Konkurrenz macht Druck

Das 1968 in den USA gegründete Unternehmen, das seinen Sitz mittlerweile in Hongkong hat, leidet unter der Konkurrenz günstigerer Modeketten wie H&M und Zara. Es hat zuletzt seine Geschäfte in Nordamerika, Spanien, Schweden und Dänemark geschlossen und will sich vor allem auf Asien - und dort vor allem auf China - konzentrieren. 80 Prozent seines Umsatzes macht das Unternehmen bislang allerdings in Europa.

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