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Betriebsrat nicht erwünscht: US-Senator macht Druck auf VW

Betriebsrat nicht erwünscht  

US-Senator macht Druck auf VW

07.10.2013, 11:42 Uhr | t-online.de, AFP

Betriebsrat nicht erwünscht: US-Senator macht Druck auf VW. Auch im VW-Werk in Chattanooga, Tennessee, sollen die Mitarbeiter einen Betriebsrat bilden dürfen (Quelle: dpa, Erik S. Lesser)

Auch im VW-Werk in Chattanooga, Tennessee, sollen die Mitarbeiter einen Betriebsrat bilden dürfen (Quelle: dpa, Erik S. Lesser)

Volkswagen hat sich in den USA eine massive Rüge eingefangen: Ein US-Senator hat den Plan des deutschen Autobauers kritisiert, im VW-Werk im südlichen US-Bundesstaat Tennessee einen Betriebsrat zuzulassen. Der Konzern verhalte sich "schrecklich naiv", sagte der Republikaner Bob Corker dem "Handelsblatt". Das Unternehmen begehe damit "einen der größten Fehler der Konzerngeschichte".

"Grundsatz nicht verhandelbar"

VW hatte das Werk in Chattanooga im Mai 2011 eingeweiht. Das Werk ist laut "Handelsblatt" der einzige größere VW-Standort weltweit, der bislang über keine Arbeitnehmer-Vertretung verfügt. Das will der Gesamtbetriebsrat ändern. "In puncto Mitbestimmung muss klar sein: Demokratie endet für uns nicht an Werkszäunen. Dieser Grundsatz ist nicht verhandelbar", sagte VW-Gesamtbetriebsrat-Chef Bernd Osterloh der Zeitung.

"Zweites Detroit" befürchtet

Corker befürchtet nach eigenen Angaben, dass die US-Autogewerkschaft UAW in dem Werk stark werden könnte. "Die UAW schwächt unseren Standort", sagte er dem "Handelsblatt". Chattanooga drohe, zu einem "zweiten Detroit" zu werden. Die US-Autometropole erlebt seit vielen Jahren einen Niedergang. Konservative Politiker lasten das der starken Autogewerkschaft an, die zahlreiche Privilegien für die Beschäftigten erkämpft hat.

Sollte das in Chattanooga der Fall werden, "würde ich das Gefühl nicht los, meine Heimat im Stich gelassen zu haben, weil ich mich so dafür eingesetzt habe, VW nach Chattanooga zu holen“, zitiert das Blatt Corker. Im Gespräch mit der Zeitung betonte der Senator aber, er sei kein Gewerkschaftsfeind. Früher sei er selbst Gewerkschaftsmitglied gewesen und habe später ein gewerkschaftlich organisiertes Unternehmen geleitet.

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