Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Konjunktur >

Geldvermögen der Deutschen auf neuem Rekordhoch

5000 Milliarden Euro  

Geldvermögen der Deutschen auf neuem Rekordhoch

28.10.2013, 16:04 Uhr | dpa

Geldvermögen der Deutschen auf neuem Rekordhoch. Die Deutschen sparen eifrig weiter (Quelle: dpa)

Die Deutschen sparen eifrig weiter (Quelle: dpa)

Die Niedrigzinsen halten die Deutschen nicht vom Sparen ab - das Geldvermögen ist auf einen neuen Rekordwert geklettert. Dies teilte die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mit.

5000 Milliarden Euro Geldvermögen

Zum Ende des zweiten Quartals kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen zum Vorquartal um 23 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent auf den Rekordwert von 5027 Milliarden oder rund fünf Billionen Euro. Immobilien oder Kunstwerke sind in der Statistik nicht enthalten.

Obwohl die Kurse an den Börsen von kurzfristigen Rückschlägen abgesehen seit Anfang 2012 in die Höhe schießen: Im Saldo trennten sich die Menschen hierzulande von April bis Juni von Aktien - und setzten stattdessen vor allem auf sichere Bankeinlagen, die kaum Zinsen einbringen. Daher ging das Tempo der Vermögensbildung zurück: Im Auftaktquartal war das Geldvermögen noch um 1,1 Prozent zur Vorperiode gestiegen.

Deutsche stürzen sich auf Kredite

Gleichzeitig nutzten die Privathaushalte das historisch niedrige Zinsniveau zur Kreditaufnahme. Nach den Angaben der Bundesbank wurden im zweiten Quartal Kredite im Wert von sechs Milliarden Euro aufgenommen, darunter erneut vor allem Wohnungsbaukredite.

Insgesamt stiegen die Verbindlichkeiten der Haushalte um knapp 0,3 Prozent auf 1570 Milliarden Euro. Das Nettogeldvermögen erhöhte sich damit gegenüber dem Vorquartal um 17 Milliarden Euro auf 3457 Milliarden Euro.

Anleger setzen auf Liquidität

In Sichteinlagen einschließlich Bargeld flossen gut 30 Milliarden Euro, während aus Termin- und Spareinlagen einschließlich Sparbriefen zwölf Milliarden Euro abgezogen wurden. "Die Liquiditätspräferenz, die im ersten Quartal etwas schwächer ausfiel, ist damit aktuell wieder ähnlich ausgeprägt wie 2012", betonte die Bundesbank. Die Ansprüche gegenüber Versicherungen stiegen um knapp 17 Milliarden Euro.

Auf den Kapitalmärkten flossen vier Milliarden Euro in Investmentzertifikate, Aktien wurden im Umfang von 0,6 Milliarden Euro verkauft. Festverzinsliche Wertpapiere einschließlich Geldmarktpapieren verzeichneten Mittelabflüsse von knapp sechs Milliarden Euro.

Aktien weniger stark gefragt

Damit war die Geldvermögensbildung über Wertpapiere insgesamt negativ, betonte die Notenbank: "Dies dürfte unter anderem mit der im Berichtszeitraum besonders ausgeprägten Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-amerikanischen Geldpolitik zusammenhängen, welche die Volatilität auf den Kapitalmärkten und damit die Unsicherheit der Anleger zusätzlich erhöht hat."

In der Regel wächst das Geldvermögen der Deutschen stetig. Vor 20 Jahren hatte es noch einen Wert von rund 2.019 Milliarden Euro, im Frühjahr 2003 waren es 3.694 Milliarden Euro. Nur in einigen Krisen gab es Dellen wie zuletzt im dritten Quartal 2011. Damals nagten die Turbulenzen an den Börsen am Wohlstand der Aktionäre.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal