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Österreichs Justiz ermittelt gegen Chef der BayernLB


Verdacht gegen Gerd Häusler  

Österreichs Justiz ermittelt gegen Chef der BayernLB

21.11.2013, 19:37 Uhr | t-online.de, dpa

Österreichs Justiz ermittelt gegen Chef der BayernLB. Der BayernLB-Chef Gerd Häusler (Quelle: dpa)

Der BayernLB-Chef Gerd Häusler (Quelle: dpa)

Gegen BayernLB-Chef Gerd Häusler wird in Österreich wegen falscher Aussagen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Wien habe ein Verfahren wegen des Verdachts der Falschbeweisaussage gegen den Manager aufgenommen, sagte eine Sprecherin des Gerichts.

Hintergrund ist der Vorwurf, Häusler habe in einem Zivilprozess vor dem Handelsgericht Wien falsche Angaben über den Zustand der ehemaligen BayernLB-Tochter Hypo Alpe Adria (HGAA) gemacht.

BayernLB nennt Vorwürfe "abwegig"

Die BayernLB wies die Vorwürfe zurück. Sie seien "abwegig und entbehren jeglicher Grundlage", sagte ein Banksprecher. "Vielmehr hat Gerd Häusler in seiner Aussage vor dem Handelsgericht Wien die Lage der HGAA gegen Ende 2009 unter Verwendung von Zahlen und offiziellen Angaben der HGAA in vollem Umfang korrekt und zutreffend geschildert."

Die BayernLB hatte die HGAA 2007 übernommen und nach massiven Verlusten zweieinhalb Jahre später zum symbolischen Preis von einem Euro an Österreich zurückgegeben. Seither beschäftigt der Fall die Gerichte. Ein Ende des Streits, der in einer Vielzahl von Verfahren ausgetragen wird, ist nicht in Sicht.

BayernLB streitet mit der Hypo Alpe Adria um Milliarden

Bis heute streitet sich die BayernLB mit der einstigen Tochter um die Rückzahlung von Krediten in Höhe von rund zwei Milliarden Euro. Am 25. November landet der Fall vor Gericht. Vor knapp einem Jahr hatte die HGAA überraschend angekündigt, kein Geld mehr an die BayernLB zurückzuzahlen, weil sie sich selbst noch in der Sanierung befinde und gesetzlich zu der Rückzahlungssperre verpflichtet sei.

Andererseits müssen sich auch der frühere BayernLB-Chef Werner Schmidt und sechs weitere ehemalige Vorstände der Landesbank wegen des milliardenschweren Fehlkaufs der HGAA vor Gericht verantworten. Der Tatvorwurf lautet auf Untreue. Wann der Prozess vor dem Oberlandesgericht München beginnt, ist allerdings noch offen.

Auch zivilrechtlich müssen sich die früheren Vorstände verantworten. Die BayernLB verlangt 200 Millionen Euro Schadenersatz.

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