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Volkswagen investiert rund 100 Milliarden Euro


Weg an Weltspitze  

VW investiert rund 100 Milliarden Euro

22.11.2013, 18:16 Uhr | dpa, dpa-AFX

Volkswagen investiert rund 100 Milliarden Euro. Produktion im Volkswagen-Werk Salzgitter  (Quelle: dpa/ Thomas Gasparini)

Produktion im Volkswagen-Werk Salzgitter (Quelle: dpa/ Thomas Gasparini)

Mit Investitionen von rund 100 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre will sich Volkswagen seinen Weg an die Weltspitze ebnen. Europas größter Autobauer steckt von 2014 an bis ins Jahr 2018 84,2 Milliarden Euro in moderne Standorte und neue Technologien. Inklusive China, wo VW mit Partnern unterwegs ist und die Ausgaben gemeinsam stemmt, steigt die Gesamtsumme sogar auf gut 102 Milliarden Euro an. Bei manchen Investitionen treten die Wolfsburger aber auch auf die Bremse.

VW will vor allem in Spritspartechnik investieren

Diesen Plan billigte der VW-Aufsichtsrat, wie VW berichtete. Die rund 100 Milliarden Euro sind mehr als das Doppelte der jährlichen Wirtschaftsleistung von Luxemburg oder gut die Hälfte der jährlichen Wirtschaftsleistung in ganz Griechenland. Ein Großteil der Summen soll bis 2018 in spritsparende Autotechnik und moderne, energieeffiziente Fabriken und Gebäude fließen. Vor allem die Entwicklung von Hybrid- und Elektromotoren soll vorangetrieben werden.

Bauvorhaben werden verzögert

In einigen Teilbereichen gab es jedoch auch Kürzungen, um der Absatzkrise in Europa zu begegnen. So werden etwa einige Bauvorhaben hinausgezögert. "Es wird manchmal ein bisschen wehtun, aber insgesamt glaube ich ist es der richtige Kurs", sagte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn.

Von Sparen könne bei der Gesamtsumme keine Rede sein. "Wir geben gezielt aus." Mit dem Etatvorhaben ergibt sich pro Jahr ein Teilbetrag von mehr als 20 Milliarden Euro. "Ich bin überzeugt: Dies wird uns die nötige Schubkraft auf dem Weg an die Spitze geben", erklärte Winterkorn. Noch bauen Toyota und General Motors mehr Autos als die Wolfsburger.

VW stockt bei Investitionen auf

Ende 2012 hatte VW bekanntgegeben, binnen drei Jahren (2013 bis 2015) 50,2 Milliarden Euro Investitionen in die Autosparte zu stecken. Ein Vergleich mit der neuen Summe der 84,2 Milliarden Euro ist schwierig. Aber rechnerisch auf Basis des alten Dreijahresplans hätte sich bei konstantem Tempo für die fünf Jahre ein Betrag von 83,7 Milliarden Euro ergeben - VW liegt nun also minimal darüber.

Im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung hatte der Konzern Disziplin bei den Kosten angemahnt und dabei auf die anhaltende Absatzkrise in Europa verwiesen. Dem trägt die neue Etatplanung nun auch Rechnung: Die sogenannten Sachinvestitionen etwa in Anlagen und Gebäude liegen auf Fünfjahressicht bei 63,4 Milliarden Euro und damit im Jahresdurchschnitt rund eine halbe Milliarde Euro unter der im Vorjahr verabschiedeten Dreijahresplanung.

Winterkorn mahnt Kostendisziplin an

Zur Erklärung sagte Winterkorn: "In Zeiten wie diesen bleibt unsere konsequente Kosten- und Investitionsdisziplin ein Grundpfeiler unseres Handelns." Der leicht sinkende Betrag hänge unter anderem damit zusammen, dass Bauprojekte wenn möglich verschoben werden.

Dass es insgesamt keine Abstriche gab, liegt auch daran, dass die Investitionen in Forschung und Entwicklung anziehen. VW begründet das unter anderem mit den strikten CO2-Abgaswerten, die Brüssel politisch für Europa steuert. Diese Vorgaben zwingen zu Autos mit immer weniger Verbrauch, was die alte VW-Planung weniger stark berücksichtigte.

Viel Geld fließt nach Deutschland

Winterkorn betonte, dass VW trotz aller Internationalisierung bei weitem das meiste Geld hierzulande ausgebe. So entfielen 60 Prozent der Sachinvestitionen, die den Löwenanteil des Etats ausmachen, auf Deutschland. Fast 17 Milliarden Euro stecke VW allein in die niedersächsischen Standorte. Mehr als 86.000 Arbeitsplätze hingen in Niedersachsen direkt an Volkswagen.

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