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Moody's hebt Kreditwürdigkeit Griechenlands an


Stabiler Ausblick für Hellas  

Moody's hebt Kreditwürdigkeit Griechenlands an

30.11.2013, 15:21 Uhr | dpa, t-online.de

Als letzte der drei großen Ratingagenturen hat auch Moody's die Kreditwürdigkeit des krisengeschüttelten Griechenlands heraufgestuft. Das Mittelmeerland werde nun mit "Caa3" nach bislang "C" bewertet, teilten die Bonitätswächter mit. In den vergangenen zwölf Monaten hatten auch Standard & Poor's und Fitch Griechenland bessere Noten gegeben. Allerdings liegt die Bewertung bei allen drei Agenturen weiterhin im Ramsch-Bereich.

Stabiler Ausblick für Hellas

Moody's begründete die Hochstufung mit der Erwartung, dass Griechenland seine Haushaltsziele für 2014 erreichen und bis Ende nächsten Jahres die Rezession überwinden werde.

Es werde damit gerechnet, das Griechenland im kommenden Jahr einen Primärüberschuss von knapp 1,5 Prozent erzielen werde, erklärte die Agentur mit Blick auf einen Haushaltsüberschuss ohne Berücksichtigung von Zinszahlungen. Den Ausblick bewertete Moody's als stabil. Die Verschuldung des Euro-Landes liegt derzeit bei rund 175 Prozent seiner Wirtschaftsleistung.

Finanzinspektoren sagten Griechenland-Besuch ab

Die Finanzinspektoren von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) sagten unterdessen offenbar einen für kommende Woche geplanten Besuch in Griechenland ab. Das Land habe seine Verpflichtungen nicht erfüllt, hieß es aus Euro-Zonen-Kreisen zur Begründung.

Damit könnte sich auch die Auszahlung einer weiteren Hilfstranche für das hoch verschuldete Land verzögern. Die Finanzminister der Euro-Staaten kommen am 9. Dezember zusammen, um über die Freigabe der Mittel zu entscheiden. Das griechische Finanzministerium teilte indes mit, dass es immer noch mit seinen internationalen Kapitalgebern über das Datum des Besuchs verhandele.

Positiver Troika-Bericht notwendig für neue Milliarden-Hilfen

Die Gläubiger besuchen Griechenland regelmäßig, um die unter dem milliardenschweren Rettungspaket vereinbarten Reformen zu kontrollieren. Ein positiver Troika-Bericht ist Voraussetzung für die Auszahlung neuer Milliarden-Hilfen. Athen sollte nach ursprünglicher Planung von der Troika bis Jahresende 5,9 Milliarden Euro erhalten.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatte Griechenland erst kürzlich gewarnt, dass viele Finanzminister der Euro-Zone allmählich die Geduld verlören. Die Troika ringt schon seit Wochen mit der Regierung in Athen um die Sparziele für das kommende Jahr und weitere Strukturreformen. Griechenland wird bereits seit 2010 mit zwei Hilfspaketen von insgesamt 240 Milliarden Euro an Krediten gestützt.

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