Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Konjunktur >

Deutsches Staatsdefizit wächst um fünf Milliarden Euro

Tiefes Loch in Sozialkasse  

Staatsdefizit wächst um fünf Milliarden Euro

27.12.2013, 13:39 Uhr | t-online.de, rtr

Deutsches Staatsdefizit wächst um fünf Milliarden Euro. Die schwierige Finanzlage der Sozialversicherung ist der Hauptgrund für das dicke Minus in den öffentlichen Kassen (Quelle: Archiv)

Die schwierige Finanzlage der Sozialversicherung ist der Hauptgrund für das dicke Minus in den öffentlichen Kassen (Quelle: Archiv)

Die Konjunktur nimmt wieder Fahrt auf, dennoch hat Deutschland in den ersten drei Quartalen diesen Jahres wieder mehr Miese gemacht. Die Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung überstiegen die Einnahmen um 28,7 Milliarden Euro. Das Staatsdefizit wuchs damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Grund dafür ist demnach eine riesige Lücke in den Kassen der Sozialversicherung.

Mehr Geld ausgegeben als eingenommen

Zwar nahmen die Einnahmen der öffentlichen Hand laut den Statistikern von Januar bis September um 2,5 Prozent zu und erreichten 867,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben kletterten jedoch noch stärker, nämlich um drei Prozent auf 896,4 Milliarden Euro.

Der Fehlbetrag des Bundes schrumpfte dagegen um gut eine Milliarde Euro auf 23,2 Milliarden Euro. Die Länder wiesen einen ausgeglichenen Haushalt auf, nachdem es ein Jahr zuvor noch ein Defizit von 3,8 Milliarden Euro gegeben hatte. Das Defizit der Kommunen verharrte bei 1,4 Milliarden Euro.

Sozialversicherung tief in den roten Zahlen

Grund für das dicke Gesamt-Minus ist vor allem die schwierige Finanzlage der Sozialversicherung. Der Wegfall der Praxisgebühr für die gesetzliche Krankenversicherung, höhere Renten sowie geringere Zuschüsse des Bundes für den Gesundheitsfonds und die Bundesagentur für Arbeit hinterließen ein Loch von vier Milliarden Euro.

Nur Pflegeversicherung schreibt Plus

Ein Jahr zuvor hatte noch ein Überschuss von 5,9 Milliarden Euro zu Buche gestanden. Diesmal schrieb lediglich die Pflegeversicherung ein Plus, während sowohl die gesetzliche Krankenversicherung als auch die Rentenversicherung und die Bundesagentur für Arbeit rote Zahlen meldeten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal