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Weltbild- Verlag: Bayerns Regierung erinnert Kirche an Verantwortung

Weltbild  

Bayerns Staatsregierung nimmt Kirche in die Pflicht

14.01.2014, 14:52 Uhr | AFP, dpa-AFX, rtr, t-online.de

Weltbild- Verlag: Bayerns Regierung erinnert Kirche an Verantwortung. Ilse Aigner lehnt Staatshilfen für Weltbild ab (Quelle: dpa)

Ilse Aigner lehnt Staatshilfen für Weltbild ab (Quelle: dpa)

Die Lage beim Weltbild-Verlag spitzt sich weiter zu. Der Insolvenzverwalter machte den Beschäftigten auf einer Mitarbeiterversammlung wenig Hoffnung und die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) lehnt Staatshilfen kategorisch ab. Die Landesregierung nimmt nun die Kirche in die Pflicht.

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Regierung erinnerte Kirche an "besondere Verantwortung"

Die katholische Kirche hatte den Verlag mit seinen 6300 Mitarbeitern am Freitag in die Pleite geschickt. Die kirchlichen Gesellschafter wollten kein Geld mehr in das zuletzt verlustreiche Unternehmen investieren. Die bayerische Staatsregierung erinnerte nun die Kirche an ihre "besondere Verantwortung".

"Es werden hier definitiv keine Steuergelder für die Rettung eingesetzt. Uns geht es um die Mitarbeiter", sagte Aigner dem "Münchner Merkur". Am Donnerstag werde sie zusammen mit Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU) mit den betroffenen Mitarbeitern sprechen.

Münchner Erzbischof rechtfertigt Haltung der Kirche

Die Gewerkschaft Ver.di warf der Kirche derweil Verantwortungslosigkeit gegenüber den Mitarbeitern, "Kapitalismus in Reinkultur" und Verstoß gegen die katholische Soziallehre vor. Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx erklärte dagegen, die Kirche sei vom Kapitalbedarf für eine Sanierung überrascht worden. "Wir konnten es als Gesellschafter nicht verantworten, auf absehbare Zeit dreistellige Millionensummen aus Kirchensteuermitteln zu investieren", sagte der Oberhirte der "Süddeutschen Zeitung".

Insolvenzverwalter stellt sich Mitarbeitern vor

Am Montag hatte sich der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz auf einer Mitarbeiterversammlung den Beschäftigten vorgestellt. Es gebe zur Lage des Unternehmens nichts zu beschönigen, aber auch die Guthabenseite sei nicht leer, sagte Geiwitz. Denn Weltbild sei eine gute Marke und habe treue Kunden.

Er könne den Beschäftigten die Unsicherheit nicht nehmen, sagte Geiwitz den Angaben zufolge. Eine Firmenauflösung sei ein Alptraum. Deshalb werde er als vorläufiger Insolvenzverwalter mit seinen Kollegen alles tun, damit das Unternehmen weitermachen könne.

Löhne zum Monatswechsel gesichert

Er wirke als sogenannter schwacher Insolvenzverwalter, erklärte er. Dies bedeute, dass die bisherige Geschäftsführung operativ im Amt bleibe. Er selbst sei bereits mit zehn Mitarbeitern in Augsburg tätig, weitere zehn kämen noch nach. Seine Kanzlei Schneider, Geiwitz & Partner hatte auch die Schlecker-Pleite verwaltet.

Später hieß es in einer Mitteilung der Kanzlei, zu den generellen Sanierungsaussichten könne Geiwitz noch keine sichere Prognose geben. Er werde mit allen Seiten Gespräche führen. Eine zentrale Botschaft habe gelautet: "Es ist uns bereits am Wochenende gelungen, die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds zu sichern. Somit werden alle Mitarbeiter rechtzeitig zum Monatswechsel ihre Zahlungen erhalten."

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