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Strafe für Brauereikartell lässt Bierpreise steigen

Verbraucher müssen blechen  

Strafe für Bierkartell lässt Preise steigen

20.01.2014, 09:49 Uhr | t-online.de

Strafe für Brauereikartell lässt Bierpreise steigen. Das "kühle Blonde" könnte bald teurer werden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das "kühle Blonde" könnte bald teurer werden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für deutsche Verbraucher waren die Preisabsprachen der führenden Brauereien in jeder Hinsicht von Nachteil. Denn nachdem das Bundeskartellamt den Firmen Geldbußen in Millionenhöhe verhängt hat, rechnet der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels in den kommenden Monaten mit steigenden Bierpreisen. Das Berichtet das Magazin "Der Spiegel". Schon jetzt haben die Preisabsprachen den Verbraucher pro Jahr mehr als 400 Millionen Euro gekostet.

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Verbraucher zahlen doppelt

Der Schaden für die Verbraucher durch die illegalen Preisabsprachen liegt Berechnungen der Verbraucherzentrale Hamburg zufolge jährlich bei 432 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund seien die Bußgelder in Höhe von insgesamt 106,5 Millionen Euro viel zu gering, so die Verbraucherschützer. Genug aber für die Bierbrauer, die Preise zu erhöhen. Denn 70 Prozent der Bierkästen kosten um die zehn Euro, "da sin die Margen sehr gering", sagt der Vorsitzende Sepp Gail im Gespräch mit dem "Spiegel".

Dementsprechend würden die Unternehmen die Strafzahlungen an die Kunden weiterreichen und die Biertrinker würden ein zweites Mal zu Kasse gebeten, so der Experte.

Ermittlungen gegen zwei Konzerne laufen noch

Laut Kartellamt hat die Branche bei persönlichen und telefonischen Kontakten Preiserhöhungen für Fass- und Flaschenbier abgesprochen. Bei Flaschenbier sei 2008 eine Preiserhöhung für den Kasten Bier um einen Euro vereinbart worden. Für Fassbier gab es nach den Ermittlungen Absprachen über Preiserhöhung 2006 und 2008 von jeweils fünf bis sieben Euro pro Hektoliter (100 Liter). Die Behörde hatte das Bußgeld gegen fünf Brauereien verhängt: Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner und die westfälische Privatbrauerei Barre. Gegen zwei weitere Brauereikonzerne sowie gegen vier regionale Brauereien in Nordrhein-Westfalen wird noch ermittelt.

Theoretisch sehe das Gesetz Schadensersatz für damals geprellte Kunden vor, doch dazu müssten sie alte Kassenbelege aufbewahrt haben, erklärt der "Spiegel". Die betroffenen Brauereien äußerten sich bisher noch nicht, wie sie mit Schadensersatzforderungen umgehen wollen.

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