Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Wegen falscher Beratung: Bank muss Lotto-Millionär Schadensersatz zahlen

Wegen falscher Beratung  

Bank muss Lotto-Millionär Schadensersatz zahlen

24.04.2014, 16:59 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Wegen falscher Beratung: Bank muss Lotto-Millionär Schadensersatz zahlen. Lotto-Millionär soll wegen falscher Beratung von Bank entschädigt werden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lotto-Millionär soll wegen falscher Beratung von Bank entschädigt werden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Herbe Schlappe für die Privatbank Merck Finck & Co.: Das Geldhaus muss einem Lotto-Millionär wegen falscher Beratung 500.000 Euro Schadensersatz zahlen. Das hat das Landgericht Münster entschieden. Der Mann hatte im Jahr 2005 über sechs Millionen Euro gewonnen und das Geld anschließend auf Empfehlung der Bank in riskante Fonds investiert und nach eigener Aussage zum Großteil verloren.

Laut Urteil wurde der Lottomillionär nicht anlegergerecht beraten. Der Mann selbst war nicht zur Urteilsverkündung erschienen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Az. 114 O 110/12).

Auch Entschädigung für Tochter

Der Tochter des Klägers waren in einem früheren Urteil bereits rund 180.000 Euro Schadenersatz zugesprochen worden. Ihr hatte zuvor ein Teil des Lottogewinns erhalten.

"Wir haben das Urteil zur Kenntnis genommen und werden unsere weiteren Schritte prüfen", sagte Gregor Rodehüser, Sprecher von Merck Finck & Co., nach der Urteilsverkündung. "Wir nehmen die Situation sehr ernst und sehen uns sehr genau an, wo unsere Qualitätssicherung nicht gegriffen hat."

Nicht auf Risiken hingewiesen

Der Familienvater aus Herne war nach dem Gewinn von 6,3 Millionen Euro nach Angaben des Gerichts von Westlotto an Berater der Privatbank verwiesen worden. In der Folgezeit waren nach und nach immer neue Anlagen getätigt worden. Im konkreten Fall ging es um einen Investment-Fonds in New Jersey. Dass es sich dabei um eine hochriskante Anlage mit Gefahr des Totalverlustes gehandelt habe, sei der Familie nicht vermittelt worden.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal