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Burger King verzeichnet Umsatzeinbußen nach Wallraff-Reportage

Umsatzdelle bei Burger King  

"Das hat uns hart getroffen"

08.05.2014, 14:56 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Burger King verzeichnet Umsatzeinbußen nach Wallraff-Reportage. Die bekannt gewordenen Missstände bei Burger King setzen dem Unternehmen schwer zu (Quelle: dpa)

Die bekannt gewordenen Missstände bei Burger King setzen dem Unternehmen schwer zu (Quelle: dpa)

Nach Berichten über Missstände spürt Burger King die negativen Folgen des Skandals. "Das hat uns hart getroffen. In vielen deutschen Filialen verzeichnen wir Umsatzeinbußen", sagte Deutschland-Chef Andreas Bork der "Bild"-Zeitung. Er kündigte an, Burger King werde ein externes Institut mit Kontrollen beauftragen.

Vergangene Woche hatte die RTL-Sendung "Team Wallraff - Reporter Undercover" über Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen beim Burger-King-Lizenznehmer Yi-Ko-Holding berichtet. Mehrere Filialen wurden daraufhin zeitweise geschlossen. Einer der Gesellschafter des betroffenen Franchisenehmers, der Unternehmer Ergün Yildiz, zog sich inzwischen aus der Geschäftsführung zurück.

Burger King ein Lohndrücker?

Als Reaktion auf die Vorwürfe sagte Bork zu "Bild": "Wir werden mit einem Vier-Punkte-Plan unter anderem für noch mehr Hygiene und Transparenz in unseren Filialen sorgen." Außerdem werde ein externes Institut, möglicherweise der TÜV, mit weiteren Kontrollen beauftragt.

Ein weiterer Vorwurf gegen Burger King ist, dass viele Mitarbeiter ohne Tarifvertrag arbeiten und schlecht bezahlt werden. Auf die Frage von "Bild", ob Burger King ein Lohndrücker sei, sagte Bork: "Die allermeisten unser Franchisenehmer bezahlen nach Tarif."

"Schnelle Lösung" für Rechtsstreitigkeiten

Bei Gewerkschaften und Arbeitsgerichten ist vor allem der Unternehmer Yildiz bekannt für die rigorose Bekämpfung unbequemer Mitarbeiter und Betriebsräte. Mit zahlreichen Mitarbeitern liegt Burger King im Rechtsstreit. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, will das Unternehmen die juristischen Auseinandersetzungen beenden. "Wir sind aktuell dabei, uns alle laufenden Verfahren sorgfältig anzuschauen. Unser Ziel ist es, für einen Großteil der Fälle eine schnelle, einvernehmliche Lösung innerhalb der nächsten sechs Wochen zu finden, wenn es geht auch schneller", habe das Unternehmen erklärt. Allerdings gebe es auch Verfahren, deren Aufarbeitung mehr Zeit beanspruchen werde.

Außerdem wolle man sich in der kommenden Woche mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und dem Bundesverband der Systemgastronomie zusammensetzen. Neben der Aufarbeitung der Rechtsstreitigkeiten solle dabei auch über die Umsetzung des Tarifvertrags bei der Yi-Ko gesprochen werden. "Für uns ist klar, dass wir beim Tarifvertrag für Yi-Ko schnell vorankommen müssen", sagte Bork zu "Bild".

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