Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Konjunktur >

Größter Anstieg seit Jahren: Kauflust der Deutschen beflügelt Wirtschaftswachstum

Größter Anstieg seit Jahren  

Kauflust der Deutschen beflügelt Wirtschaftswachstum

23.05.2014, 13:30 Uhr | dpa-AFX, AFP

Größter Anstieg seit Jahren: Kauflust der Deutschen beflügelt Wirtschaftswachstum. Trotz Mehrausgaben für Energie haben die Bundesbürger im ersten Quartal deutlich mehr konsumiert (Quelle: dpa)

Trotz Mehrausgaben für Energie haben die Bundesbürger im ersten Quartal deutlich mehr konsumiert (Quelle: dpa)

Die Kauflaune von Verbrauchern und Firmen hat zu Jahresbeginn für das höchste Wirtschaftswachstum seit drei Jahren gesorgt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Januar bis März stieg im Vergleich zum letzten Quartal 2013 um 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. So ein starkes Wachstum gab es zuletzt Anfang 2011.

Die Verbraucher gaben in den ersten drei Monaten dieses Jahres 0,7 Prozent mehr aus als von Oktober bis Dezember. Derweil erhöhte der Staat seine Konsumausgaben um 0,4 Prozent, wie die Statistiker mitteilten. Vor allem nahmen aber die Investitionen zu. So gaben die Unternehmen 3,3 Prozent mehr für Maschinen und Fahrzeuge aus. Im Baugewerbe stiegen die Investitionen sogar um 3,6 Prozent. Wie die Forscher resümieren, kam das Wachstum damit "ausschließlich aus dem Inland".

Bauinvestitionen legen kräftig zu

Noch beeindruckender ist der Vergleich zum ersten Quartal 2013: Hier stieg das BIP um 2,5 Prozent, und damit viel stärker als noch im vierten Quartal mit 1,3 Prozent. Die privaten Konsumausgaben wuchsen um 1,1 Prozent - und das, obwohl die Haushalte wegen des milden Winters weniger für Heizöl und Gas ausgeben mussten. Firmen und Staat investierten in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge sechs Prozent mehr, die Bauinvestitionen stiegen wegen des guten Wetters sogar um 10,2 Prozent. Die Statistiker sehen hier eine "Trendwende".

Der langjährige Wachstumsbringer der deutschen Wirtschaft, der Export, schwächelte dagegen. Die Warenexporte gingen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent zurück. Nur zusammen mit den Dienstleistungen ergab sich ein kleines Exportwachstum von 0,2 Prozent. Die Importe dagegen kletterten um 2,2 Prozent. Auch im Vorjahresvergleich stiegen die Einfuhren nach Deutschland im ersten Quartal mit 6,2 Prozent stärker als die Exporte (plus 5,5 Prozent).

ifo-Index deutet "Verschnaufpause" an

Aktuell schätzen die Unternehmen ihre Geschäftslage als "nicht mehr ganz so gut" ein wie noch im Vormonat, wie das Ifo-Institut mitteilte. Der Ifo-Index für Mai fiel demnach auf 110,4 Punkte, im April hatte er noch 111,2 Punkte betragen. Auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate beurteilten die rund 7000 befragten Firmen "etwas weniger optimistisch". Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sprach von einer "Verschnaufpause der deutschen Wirtschaft".

Hingegen rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr mit einem soliden Aufschwung und prognostiziert ein Wachstum von 1,8 Prozent, die Wirtschaftsforschungsinstitute sagen 1,9 Prozent voraus. Beide sehen im privaten Konsum und den Investitionen die größten Wachstumstreiber.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal