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Kündigung von Betriebsräten: Burger King trennt sich von Spezial-Anwalt

Kündigung von Betriebsräten  

Burger King trennt sich von Spezial-Anwalt

24.05.2014, 12:54 Uhr | t-online.de

Kündigung von Betriebsräten: Burger King trennt sich von Spezial-Anwalt. Burger King in schwerem Fahrwasser: die Marke ist beschädigt (Quelle: imago/Manngold)

Burger King in schwerem Fahrwasser: die Marke ist beschädigt (Quelle: imago/Manngold)

Beim Versuch, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, geht die Fastfood-Kette Burger King einen weiteren Schritt. Das Unternehmen wolle den juristischen Dauerstreit mit Mitarbeitern beenden und verzichte deswegen künftig auf den umstrittenen Anwalt Helmut Naujoks, berichtete die "Wirtschaftswoche" (Montag) vorab. Naujoks sei auf die Kündigung von Betriebsräten spezialisiert. Burger King habe die Information bestätigt.

Der Franchisenehmer Yi-Ko Holding in Stade, der vor einem Jahr 91 Filialen übernommen hatte, sei mit Hilfe von Naujoks gegen Betriebsräte und langjährige Mitarbeiter vorgegangen. Yi-Ko war nach Recherchen der RTL-Sendung "Team Wallraff - Reporter undercover" über unhygienische Zustände und Druck auf Mitarbeiter in den Fokus gerückt. Yi-Ko-Miteigentümer Ergün Yildiz ist zwischenzeitlich von der Geschäftsführung zurückgetreten, Filialen wurden vorübergehend geschlossen.

Ruf von Burger King beschädigt

Trotz der Ankündigung von Verbesserungen - Mitarbeiter sollen nach Tarif bezahlt und sämtliche Filialen vom TÜV überprüft werden - hat die Marke Burger King schweren Schaden genommen. "Das Image ist im freien Fall", sagte Markus Braun, Manager beim Kölner Marktforschungsunternehmen YouGov, der "Wirtschaftswoche". Auf einer Skala von plus 100 bis minus 100 sei der Image-Wert von plus 5,7 auf minus 29,5 Punkte abgestürzt. Nur noch 15 Prozent der potenziellen Kunden würden laut YouGov derzeit zu Burger King gehen.

Schichtleiter einzelner Burger-King-Restaurants hätten dem Wirtschaftsmagazin von "dramatischen Umsatzeinbußen" berichtet. Auch Deutschland-Chef Andreas Bork räumte Umsatzrückgänge ein. In einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" sagte er, es sei wichtig, nun "erst einmal wieder das Vertrauen der Gäste zurückzugewinnen." Dazu zähle auch, dass es keine Vorgaben für die maximale Menge weggeworfener Produkte mehr gebe. Es zählten allein die Haltezeiten: "Wenn die abgelaufen sind, werden die Produkte entsorgt", sagte Bork.

Das seien die Burger-King-Standards, die nun auch in den Yi-Ko-Filialen wieder eingeführt worden seien. In der RTL-Sendung hatte es geheißen, die Lebensmittel seien umetikettiert worden, um sie länger liegenlassen und doch noch verkaufen zu können. An manchen Tagen sei kein einziger unverkaufter Burger weggeworfen worden.

Bork kennt die Realität

2011 war Burger-King-Chef Bork als "Undercover Boss" bei RTL zu sehen gewesen und hatte sich bei seiner Arbeit in den Restaurants teils ungeschickt angestellt. So ließ er Tomaten beim Schneiden auf den Boden fallen und schaffte es nicht, die Kunden am Drive-In in den vorgegebenen zweieinhalb Minuten zu bedienen. Er kündigte damals Änderungen an. Im Fall Yi-Ko räumte er nun ein, dass man "früher energischer" hätte reagieren müssen.

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