Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Tegut erfindet Tante-Emma-Läden neu - Gewinn aber schwierig


Erfolg für Tegut  

Tante-Emma-Läden wieder da - Gewinn aber schwierig

01.07.2014, 13:12 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Tegut erfindet Tante-Emma-Läden neu - Gewinn aber schwierig. Mini-Supermärkte von Tegut sind in ländlichen Regionen recht erfolgreich (Quelle: Tegut)

Mini-Supermärkte von Tegut sind in ländlichen Regionen erfolgreich (Quelle: Tegut)

Die Fuldaer Handelskette Tegut verhilft den vor Jahren "ausgestorbenen" Tante-Emma-Läden zu einer Renaissance. Vor rund vier Jahren eröffnete Tegut den ersten Mini-Supermarkt namens "Lädchen für alles". Mittlerweile sind es 25. In diesem Jahr sollen weitere Filialen hinzukommen. Und auch für 2015 und 2016 seien neue Standorte fest eingeplant. Wirtschaftlich lohnt sich das Ganze allerdings kaum.

Das Konzept mit Tante-Emma-Läden in ländlichen Regionen hat sich für die Fuldaer Handelskette Tegut bewährt. "Wir verzeichnen große Nachfrage in Deutschland. Auch aus dem benachbarten Ausland wird viel Interesse bekundet", sagte Tegut-Bereichsleiter Knut John.

Versorgungslücken sollen geschlossen werden

Die Geschäfte auf dem Dorf seien die Antwort auf den demografischen Wandel, erklärte John. Die Läden dienten dazu, in immer schwächer belebten ländlichen Regionen Versorgungslücken zu schließen.

Die Läden bieten auf einer Fläche von knapp 100 bis 300 Quadratmetern 2500 bis 4000 Produkte an. Gewöhnliche Stadt-Supermärkte von Tegut sind nach Unternehmensangaben meist 1000 bis 3500 Quadratmeter groß.

Konzept trägt sich wirtschaftlich noch nicht

Der einzige Nachteil sei bislang, dass sich das Konzept wirtschaftlich noch nicht trage, sagte John: "Es werden halt geringere Umsätze mit den Dorf-Lädchen erzielt." Für Tegut handele es sich indes auch um ein Sozialprojekt: "In 13 der 25 Märkte beschäftigen wir auch Menschen mit Handicap im Rahmen von Sozialpartnerschaften."

Nach Einschätzung des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels können Handelsketten in dünn besiedelten Regionen mit Kleinflächenkonzepten durchaus punkten.

Tegut war Anfang 2013 vom Schweizer Handelsriesen Migros übernommen worden. Die Fuldaer Handelskette hat etwa 5200 Mitarbeiter und betreibt mehr als 280 Lebensmittelmärkte in Hessen, Thüringen, Nordbayern sowie in Göttingen und Mainz. Dabei werde auf hohe Qualität und Nachhaltigkeit der Lebensmittel großer Wert gelegt.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: