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VW plant zwei neue Fabriken in China - Airbus liefert Hubschrauber


Milliarden-Markt  

VW plant zwei neue Fabriken in China

07.07.2014, 09:47 Uhr | rtr, dpa-AFX, dpa

VW plant zwei neue Fabriken in China - Airbus liefert Hubschrauber. Bundeskanzlerin Angela Merkels besucht auf ihrer China-Reise das VW-Werk in Chengdu (Quelle: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkels besucht auf ihrer China-Reise das VW-Werk in Chengdu (Quelle: dpa)

Chinas Milliarden-Markt wird immer wichtiger für die deutsche Wirtschaft. Beim China-Besuch von Kanzlerin Angela Merkel sind am Montag in Peking mehrere Wirtschaftsabkommen unterzeichnet worden. Die Volkswagen AG vereinbarte mit seinem chinesischen Partner, dem Automobilhersteller FAW, zwei zusätzliche Standorte in China. Jeweils ein Werk solle in Qingdao und Tianjian entstehen. Dabei wird jeweils ein Investitionsvolumen von einer Milliarde Euro angesetzt. Zudem will der Konzern seine Produktion in seinem Werk in Chengdu im Westen des Landes auf 600.000 Autos pro Jahr ausbauen.

Bundeskanzlerin Merkel hatte zuvor das VW-Werk Chengdu besichtigt. VW-Chef Martin Winterkorn sagte bei dem Besuch, dass er trotz des bereits hohen Anteils Chinas für das Konzernergebnis keine Risiken für weitere Investitionen sehe.

Bis 2018 sogar rund 18 Milliarden Euro an Investitionen

Der Konzern teilte mit, dass er zusammen mit seinen chinesischen Partnern bis 2018 rund 18,2 Milliarden Euro investieren wolle. Neben dem Werk in Chengdu betreibt VW mit seinem chinesischen Partner FAW Werke in Changchun, im Nordosten Chinas und im südchinesischen Foshan. Mit der zweiten Joint Venture Gesellschaft Shanghai Volkswagen werden fünf weitere Werke in Shanghai, Nanjing, Yizheng, Ningbo und Urumqi betrieben. 2015 wird nach VW-Angaben ein weiteres Werk in Changsha eröffnet.

Airbus liefert 100 Hubschrauber

Der europäische Flugzeugbauer Airbus kann derweil einen Erfolg für sich verbuchen. In Anwesenheit der deutschen Regierungschefin und des chinesischen Premiers Li Keqiang unterschrieb der Konzern einen Vertrag über die Lieferung von 100 Hubschraubern im Wert von rund 300 Millionen Euro. Die Deutsche Messe vereinbarte zudem, das China 2015 das Gastland auf der Computermesse Cebit wird.

Die Deutsche Lufthansa geht ein Joint Venture mit Air China ein. Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr und der Präsident von Air China, Song Zhiyong, unterzeichneten ein entsprechendes Memorandum, wie die größte deutsche Fluggesellschaft mitteilte. Das neue Partnerschaftsabkommen solle bereits zum Start des Winterflugplans Ende Oktober 2014 in Kraft treten.

Merkel setzt sich für deutsche Unternehmen ein

Nach Gesprächen mit Premier Li Keqiang in der Großen Halle des Volkes in Peking zeigten sich die beiden Regierungschefs vor Journalisten zufrieden über die Kooperation. Allerdings forderte Merkel, chinesische Handelshemmnisse für die deutsche Wirtschaft abzubauen: "Unsere Wirtschaft wünscht sich, dass sie in noch breiterem Maße einen Marktzugang bekommen kann." Es gehe um einen gleichberechtigten Zugang auf dem Markt und mehr Transparenz. Deutschland sei seinerseits offen für chinesische Investoren. Zugleich betonte Merkel, eine erfolgreiche Entwicklung der Wirtschaft sowie der Menschenrechte und des Rechtsstaats gehörten zusammen.

Die Kanzlerin informierte Li auch über die finanzielle Entwicklung in Europa und dankte China für die Unterstützung in der Schuldenkrise. "Die Lage der Weltwirtschaft ist kompliziert", sagte Li über das gegenwärtige internationale Umfeld. "Es gibt gute und schlechte Nachrichten." Chinas Wirtschaft war im ersten Quartal nur um 7,4 Prozent gewachsen. Die Regierung in Peking ist aber zuversichtlich, in diesem Jahr das erklärte Ziel von 7,5 Prozent zu erreichen.

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