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Airbus verliert A380-Bestellung von Skymark Airlines

Von dpa-afx, t-online
Aktualisiert am 29.07.2014Lesedauer: 2 Min.
Die japanische Billig-Fluglinie Skymark kann sich die A380 nicht leisten und will ihre Bestellung r├╝ckg├Ąngig machen
Die japanische Billig-Fluglinie Skymark kann sich die A380 nicht leisten und will ihre Bestellung r├╝ckg├Ąngig machen (Quelle: /Reuters-bilder)
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Dem Flugzeugbauer Airbus geht ein milliardenschwerer Auftrag f├╝r seinen Gro├čraumflieger A380 verloren. Die Europ├Ąer k├╝ndigten nach eigenen Angaben selbst die Bestellung der japanischen Skymark Airlines, die ihre sechs georderten Maschinen Insidern zufolge nicht finanzieren kann.

Skymark war die einzige japanische Fluglinie, die die doppelst├Âckige A380 ├╝berhaupt geordert hatte. Der Flugzeugbauer muss nun Abnehmer f├╝r zwei fast fertige Exemplare des Passagierjets finden, wie ein Airbus-Sprecher sagte. Eigentlich sollten sie Ende des Jahres an die Japaner geliefert werden und wurden teils schon nach ihren W├╝nschen ausgestattet.

Skymark kann sich Deal wohl nicht leisten

"Die Stornierung ging von Airbus aus", betonte der Sprecher des Flugzeugbauers, nannte jedoch keine genauen Gr├╝nde f├╝r die Entscheidung. Skymark-Pr├Ąsident Shinichi Nishikubo sprach von einer schwierigen Finanzlage der Fluggesellschaft. Sein Unternehmen habe bereits seit April mit Airbus dar├╝ber verhandelt, die Einf├╝hrung der A380 in seinen Flugplan zu verschieben.

Als Gr├╝nde nannte er den harten Wettbewerb und die Schw├Ąche der japanischen W├Ąhrung. Airbus habe die Gesellschaft in den Gespr├Ąchen dazu gedr├Ąngt, sich mit einer anderen Fluglinie zusammenzuschlie├čen, sagte Nishikubo. Diese Darstellung wies der Airbus-Sprecher zur├╝ck.

Skymark hatte die Flugzeuge im Jahr 2011 bestellt. Sie sollten 2014, 2016 und 2019 ausgeliefert werden. Die Bestellung hatte laut damaliger Preisliste einen Gesamtwert von 2,25 Milliarden US-Dollar (heute rund 1,7 Milliarden Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Rabatte ├╝blich. Laut Nishikubo haben die Japaner bereits 26,5 Milliarden Yen (194 Millionen Euro) an Airbus ├╝berwiesen. Das ist ├╝blich, sobald die Produktion der bestellten Maschinen anl├Ąuft. Jetzt hofft Skymark, keine Stornogeb├╝hr bezahlen zu m├╝ssen. Der Flugzeugbauer verwies auf seine vertraglichen Rechte und Anspr├╝che, ├Ąu├čerte sich aber nicht genauer dazu.

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Keine Neukunden f├╝r A380

Auftr├Ąge f├╝r den Riesenflieger sind f├╝r Airbus schwer zu bekommen. Das Unternehmen hat seit rund zwei Jahren keine Fluglinie mehr als Neukundin f├╝r die A380 gewonnen. Nach einer l├Ąngeren Flaute gingen seit Herbst Bestellungen f├╝r 70 Maschinen des Typs ein. Davon nimmt 50 die arabische Fluglinie Emirates ab, die schon zuvor 90 A380 geordert hatte.

Die ├╝brigen 20 bestellte ein Flugzeugfinanzierer. Bei der Flugzeugmesse Mitte Juli im britischen Farnborough gab es nicht eine einzige Bestellung f├╝r das Modell. Nach eigenen Angaben hat Airbus allerdings noch Bestellungen f├╝r 318 Maschinen des Typs im Auftragsbuch.

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Mit Skymark verliert Airbus nun den bislang einzigen A380-Kunden aus Japan. Dennoch berge das Land f├╝r Airbus weiterhin Aufw├Ąrtspotenzial, sagte der Airbus-Sprecher. Angesichts der knappen Start- und Landezeiten an den dortigen Flugh├Ąfen spreche dort viel f├╝r m├Âglichst gro├če Flugzeuge. Airbus war in Japan erst im Herbst der Durchbruch gelungen, als Japan Airlines (JAL) 31 Exemplare des neuen Gro├čraumjets A350 orderte. Bis dahin galt Japan als Bastion des amerikanischen Rivalen Boeing.

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