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Russland lässt vier McDonald's-Filialen in Moskau schließen

Wegen Hygienemängeln?  

Russland schließt vier McDonald's-Filialen

22.08.2014, 13:49 Uhr | rtr, t-online.de

Russland lässt vier McDonald's-Filialen in Moskau schließen.  Die russische Verbraucherschutzbehörde hat in Moskau vier Filialen von McDonald's geschlossen (Quelle: Reuters)

Die russische Verbraucherschutzbehörde hat in Moskau vier Filialen von McDonald's geschlossen (Quelle: Reuters)

Der Wirtschaftskrieg zwischen Russland und dem Westen ist im vollen Gange: Jetzt hat es McDonald's getroffen. Die russische Lebensmittelbehörde ließ vier Filialen in Moskau schließen, weil die amerikanische Fast-Food-Kette gegen Hygienevorschriften verstoßen habe. McDonald's Russland erklärte, den Vorwürfen nachzugehen.

Es werde ermittelt, mit welchen Schritten die Filialen schnellstmöglich ihren Betrieb wieder aufnehmen können. McDonald's betreibt in Russland rund 400 Restaurants. Das Unternehmen hatte zu Zeiten der Sowjetunion als erster internationaler Fast-Food-Konzern eine Filiale in der russischen Hauptstadt eröffnet. Vielen Verbrauchern weltweit gilt die Burger-Kette als Inbegriff der US-Wirtschaft.

Werden die Befürchtungen wahr?

Nach dem umstrittenen Anschluss der Krim an Russland hatte McDonald's Anfang April den Betrieb seiner Restaurants auf der Halbinsel vorübergehend eingestellt und damit Jubel unter anti-westlichen Politikern in Moskau ausgelöst. Forderungen aus ihrem Lager nach einer Schließung von US-Geschäften in ganz Russland schürten schon damals Befürchtungen, dass die schwersten Ost-West-Spannungen seit Ende des Kalten Krieges in einen Handelskrieg zwischen Russland und den USA münden könnten.

Inzwischen verhängte der Westen eine Reihe von Sanktionen gegen Russland, das daraufhin Anfang August den Import von Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen für ein Jahr verbot.

Embargo könnte ausgeweitet werden

In Polen wurde unterdessen der Verdacht laut, dass Russland das Embargo auch auf den Transit von Nahrungsmitteln auszuweiten versucht. Es gebe Hinweise, dass die Zollbehörden den Transport von Lebensmitteln durch Russland stoppen wollten, sagte der polnische Vize-Ministerpräsident Janusz Piechocinski vor Journalisten. Details nannte er nicht.

Die mit Russland in einer Zollunion verbundenen Nachbarländer Kasachstan und Weißrussland haben sich dem russischen Einfuhrverbot für Produkte aus der EU nicht angeschlossen. Über diesen Weg könnten also Lebensmittel aus dem Westen nach Russland gelangen.

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