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Ifo-Index hellt sich weiter auf - Geschäftsklima-Index steigt

Geschäftsklima  

Ifo-Index hellt sich weiter auf

18.12.2014, 14:46 Uhr | dpa, rtr

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende weiter aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklima-Index verbesserte sich im Dezember zum zweiten Mal in Folge und stieg von 104,7 Punkten im Vormonat auf 105,5 Punkte, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte.

Die Unternehmen zeigten sich für die kommenden Monate optimistischer als noch im November. Der Erwartungsindex stieg von 99,7 Punkten auf 101,1 Punkte, während der Index für die aktuelle Lage auf dem Vormonatswert von 110,0 Punkten verharrte.

"Fallende Ölpreise und ein sinkender Euro-Kurs bescheren die deutsche Wirtschaft zur Weihnachtszeit", erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. In den vergangenen Monaten war der Ölpreis drastisch gesunken und hatte sich fast halbiert. Das dämpft die Energie- und Produktionskosten vieler Unternehmen. Zudem stützt es die Kaufkraft der Konsumenten, die etwa weniger für das Heizen oder Tanken ausgeben müssen.

Binnenwirtschaft profitiert von billigen Ölpreisen

"Der Absturz des Ölpreises schiebt die Binnennachfrage stärker an als der Einbruch der russischen Wirtschaft die Exporte belastet", sagte Ökonom Holger Sandte von der Nordea-Bank. "Der tiefere Ölpreis wird auch die Nachfrage bei wichtigen deutschen Handelspartnern wie etwa den USA und Frankreich beleben."

Die Führungskräfte beurteilten ihre Lage unverändert zum Vormonat, blickten aber zuversichtlicher auf das künftige Geschäft. Optimistischer zeigten sich vor allem Manager aus der Industrie. "Eine stützende Kraft bleibt der Export", betonte Ifo-Chef Sinn. Auch im Großhandel hellte sich die Stimmung auf, während sich das Geschäftsklima im Einzelhandel und am Bau jeweils eintrübte.

Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Er wird monatlich durch die Befragung von rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie aus der Bauwirtschaft ermittelt.

Russland-Turbulenzen könnten Konjunktur belasten

Das Ifo-Institut rechnet für dieses und nächstes Jahr je mit einem Anstieg der Wirtschaftkraft in Deutschland von 1,5 Prozent. Als Risiko für die Konjunktur sehen Fachleute vor allem die jüngsten Turbulenzen in Russland. "Die sich in den letzten Tagen verschärfende Krise in Russland dürfte für weitere Verunsicherung bei den deutschen Unternehmen sorgen", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Der starke Einbruch des Ölpreises hat die russische Wirtschaft zusammen mit den Sanktionen des Westens unter Druck gesetzt. Die Notenbank stemmte sich mit einer deutlichen Zinserhöhung gegen den Verfall des Rubel und die massive Kapitalflucht.

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