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Griechenland braucht Geld: Kammenos bringt Russland & China ins Spiel

Kammenos sucht Alternativen für Finanzhilfen  

Griechenland bringt Russland und China ins Spiel

10.02.2015, 10:40 Uhr | t-online.de, dpa, rtr

Griechenland braucht Geld: Kammenos bringt Russland & China ins Spiel. Der neue griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos: Athen kann auch außerhalb EU Hilfe suchen. (Quelle: AFP)

Der neue griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos: Athen kann auch außerhalb EU Hilfe suchen. (Quelle: AFP)

Die Griechen wollen einen radikalen Schuldenschnitt, die Eurogruppe lehnt das ab. Jetzt bringt der neue griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos andere Geldgeber ins Spiel. Sein Land könnte auch Russland und China um Finanzhilfen bitten.

Griechenland steht unter Zeitdruck. Bis Ende Februar muss eine neue Vereinbarung mit den internationalen Geldgebern ausgehandelt werden, denn dann laufen die Hilfszahlungen aus. Ohne weitere Kredite wäre das Land wohl schon bald zahlungsunfähig. Doch Hoffnung auf eine Einigung gibt es derzeit nicht.

Ziel sei zwar ein Abkommen mit der EU, aber falls Deutschland hart bleibe, müsse sich sein Land nach Alternativen umsehen, sagte der Rechtspopulist Kammenos von der Koalitionspartei der Unabhängigen Griechen. "Das wären am besten die USA, aber es könnten auch Russland oder China oder andere Länder sein", betonte Kammenos im griechischen Fernsehen.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte jüngst Spekulationen, dass Griechenland wegen seiner finanziellen Probleme in Russlands Präsident Wladimir Putin einen starken Partner suchen könnte, eine Absage erteilt. Auf die Frage, ob sein Land einen Kredit aus Russland erwarte oder einen beantragen würde, sagte Tsipras: "Es gibt im Moment keinen solchen Gedanken." Seine Wortwahl lies aber erkennen, dass dies nur derzeit nicht der Fall sei.

Merkel will Griechenland in Eurozone halten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich derweil erneut für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausgesprochen. "Deutschlands Politik ist darauf ausgerichtet, Griechenland im Euro zu halten", sagte Merkel nach einem Treffen mit Kanadas Ministerpräsidenten Stephen Harper in Ottawa. Und wenn sie das richtig verstehe, sagte die CDU-Politikerin, wolle das auch die Mehrheit der griechischen Bevölkerung.

Der neue linke Regierungschef Alexis Tsipras lehnt eine Verlängerung des Rettungsprogramms und der Sparauflagen indes weiter ab. Griechenland hat rund 320 Milliarden Euro Schulden. Merkel sagte, Brüssel warte nun auf konkrete Vorschläge. Sie betonte, die Zusammenarbeit beruhe auf zwei Säulen: Solidarität und Eigenleistung.

Debatte über Austritt Griechenlands "unsinnig"

Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter hat Spekulationen über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone als "völlig unsinnig" bezeichnet. Diskussionen über eine Veränderung des Schuldenprofils, einen Schuldenschnitt oder einen Austritt aus der Währungsunion seien "völlig bar jedweder sachlicher Grundlage", sagte der CDU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin".

Er pochte zugleich auf die Einhaltung bestehender Verträge: Diese könnten nicht einseitig gekündigt werden. Unter dieser Bedingung gebe es Raum für Verhandlungen, Griechenland müsse sich aber noch bewegen.

Die Regierung des Nicht-Euro-Landes Großbritannien traf unterdessen erste Vorbereitungen für einen Austritt Griechenlands aus der Gemeinschaftswährung. Britische Experten gehen davon aus, dass ein Kompromiss zwischen Griechenland und anderen Mitgliedern der Eurozone - vor allem Deutschland - erzielt werden kann. Dennoch habe sich die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Griechenland den Euro verlässt, erhöht, berichtete die BBC. Die Eurogruppe kommt am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen.

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