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Schuldenstreit: Argentinien muss Schlappe einstecken

Schuldenstreit mit Hedge-Fonds  

Argentinien muss Milliarden-Schlappe einstecken

13.03.2015, 10:54 Uhr | rtr, dpa

Schuldenstreit: Argentinien muss Schlappe einstecken. Die Staatspleite von 2001 belastet Argentinien bis heute. (Quelle: dpa)

Die Staatspleite von 2001 belastet Argentinien bis heute. (Quelle: dpa)

Argentinien hat im Rechtsstreit mit US-Hedge-Fonds um alte Anleiheschulden einen erneuten Nackenschlag einstecken müssen. Der zuständige New Yorker Bezirksrichter Thomas Griesa untersagte der US-Großbank Citigroup, Zinsen über etwa 2,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 2,2 Milliarden Euro) auf bestimmte argentinische Staatsanleihen auszuzahlen.

Der Richter folgte mit der Entscheidung einem früheren Urteil, wonach der Zinsdienst dem Gebot der Gleichbehandlung aller Gläubiger widerspreche. Allerdings hatte Griesa der Citigroup die Zahlungen zuvor in drei Einzelfällen jeweils erlaubt. Die Anleihen stehen unter argentinischem Recht, wurden allerdings in US-Dollar ausgegeben.

Argentinien weigert sich, Schulden zu bezahlen

Mit der neuen Linie stärkt Griesa den New Yorker Hedge Fonds NML Capital und Aurelius den Rücken. Sie hatten Argentinien auf Rückzahlung von mehr als 1,3 Milliarden Dollar verklagt und vor Gericht erwirkt, dass das Land seine restlichen Staatsschulden nicht komplett bedienen darf, bis diese Forderung beglichen ist.

Argentinien weigert sich bislang beharrlich, die aus der Staatspleite von 2001 stammenden Schulden bei den Hedge Fonds zu bezahlen. In den Jahren nach dem Staatsbankrott hatte die Regierung in Buenos Aires mit den meisten Gläubigern einen Forderungsverzicht und einen Umtausch der Staatsanleihen vereinbart.

Die Hedge Fonds kauften hingegen Anleihen zu günstigen Kursen auf und forderten eine volle Auszahlung. Die Regierung wirft ihnen vor, Profit aus einer Notlage schlagen zu wollen und beschimpft sie als "Geierfonds". Weil das Land im Zuge des Streits für zahlungsunfähig erklärt wurde, rutschte es erneut in die Staatspleite.

Das erschwert die Rückkehr an die Finanzmärkte massiv. Die Citigroup gerät durch das Urteil ebenfalls in die Bredouille. Wickelt sie die Zinszahlungen wie von Griesa verfügt nicht ab, riskiert sie den Verlust ihrer Banklizenz in Argentinien.

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