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Griechenland zahlt fällige Kredit-Rate pünktlich an IWF zurück


756 Millionen Euro überwiesen  

Griechenland zahlt Kreditrate an IWF fristgemäß zurück

11.05.2015, 18:31 Uhr | dpa-AFX

Griechenland zahlt fällige Kredit-Rate pünktlich an IWF zurück. Griechenland zahlt Kreditrate zurück. (Quelle: Reuters)

Griechenland zahlt Kreditrate zurück. (Quelle: Reuters)

Athen hat eine anstehende Schuldenrate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) pünktlich überwiesen. Dies berichtete der griechische Rundfunk unter Berufung auf das Finanzministerium. Es handelt sich um eine am 12. Mai fällige Tilgungszahlung an den IWF in Höhe von gut 756 Millionen Euro.

Aufgrund der Finanznot Griechenlands war befürchtet worden, dass das Land seine Schulden künftig nicht mehr begleichen könne. Die linksgeführte Regierung betonte jedoch stets, sie werde ihren Verpflichtungen nachkommen.

Das von der Pleite bedrohte Griechenland und seine Gläubiger verhandeln seit Wochen über eine Auszahlung der letzten Tranche in Höhe von 7,2 Milliarden Euro aus dem laufenden zweiten Hilfsprogramm. In den Verhandlungen mit den Geldgebern, die konkrete Reformen von Athen verlangen, zeichnet sich noch kein Durchbruch ab.

Alles hängt am Reformpaket

Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis erwartet jedoch eine baldige Einigung mit den Geldgebern über die verlangten Reformen. Es gebe bei den Positionen durchaus Gemeinsamkeiten, sagte Varoufakis unmittelbar vor dem Treffen mit seinen Amtskollegen in Brüssel. Auf die Frage, an welchen Zeithorizont er denke, antwortete der Minister: "In den nächsten Tagen, denke ich."

Varoufakis zeigte sich zuversichtlich, dass es "ein gutes Treffen" werde, an dessen Ende "wir ein Kommuniqué haben werden, das den von uns gemachten Fortschritt feststellt." Die Euro-Finanzminister wollen bei dem Treffen Fortschritte in den Verhandlungen um das griechische Reformpaket bewerten. Das Paket ist Voraussetzung für die Auszahlung von 7,2 Milliarden Euro Hilfsgeldern an das akut pleitebedrohte Land.

Keine Einigung am Montag erwartet

Dies könnte der Europäischen Zentralbank (EZB) die Möglichkeit geben, den Geldhahn für Athen etwas mehr als bislang aufzudrehen. Die Sorge besteht, dass Griechenland spätestens im Juni das Geld ausgehen könnte und Athen in die Zahlungsunfähigkeit rutscht - mit unabsehbaren Folgen.

Dass es zu einer Einigung bereits am Montag kommt, damit wird in Brüssel nicht gerechnet. Im Streit um die Reformliste hat Griechenland zuletzt dem Vernehmen nach Zugeständnisse bei den Renten und Steuern gemacht. Befürchtet wird, dass ein Scheitern der Gespräche mit den Geldgebern zu unkontrollierbaren Entwicklungen führen könnte. Die Links-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras schließt eine Volksabstimmung nicht aus, falls sie keine eigene Mehrheit für ein nötiges Gesetz über mögliche Steueränderungen zustande bekommt.

Tsipras soll bereit sein, umfangreichen Privatisierungen zuzustimmen. Eine umstrittene Immobiliensteuer, die eigentlich zurückgenommen werden sollte, könnte in diesem Jahr mehr als 2,5 Milliarden Euro einbringen. Auf 22 der wichtigsten Ägäis-Inseln soll eine bis zu fünf Euro hohe Sondersteuer je Übernachtung erhoben werden. Sogar die "logische" Kürzung von Renten soll kein Tabuthema für Athen mehr sein. Der linke Flügel von Tsipras' Linksbündnis Syriza soll jedoch sehr aufgebracht über diese Nachgiebigkeit sein.

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