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Konjunktur bringt Deutschland extra Milliarden - BIP klettert

Zusätzliche Einnahmen  

Gute Konjunktur bringt Deutschland extra Milliarden

25.08.2015, 11:35 Uhr | dpa

Konjunktur bringt Deutschland extra Milliarden - BIP klettert. Die robuste Wirtschaft hat dem deutschen Staat Mehreinnahmen gebracht. (Quelle: dpa)

Die robuste Wirtschaft hat dem deutschen Staat Mehreinnahmen gebracht. (Quelle: dpa)

Dank brummender Konjunktur flossen im ersten Halbjahr 21,1 Milliarden Euro mehr als geplant in die deutsche Staatskasse. Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen schlossen mit einer Überschussquote von 1,4 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) ab.

Das Statistische Bundesamt bestätigte zugleich, dass die deutsche Wirtschaft ihren Wachstumskurs im Frühjahr fortgesetzt hat: Getrieben vom starken Außenhandel kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent. Zu Jahresbeginn war der Anstieg mit 0,3 Prozent etwas moderater ausgefallen.

Wirtschaft profitiert vom schwachen Euro

Die Exportnation Deutschland profitiert vor allem vom schwachen Euro. Das macht Waren "Made in Germany" außerhalb der Eurozone günstiger. Nach den vorläufigen Berechnungen kletterten die Exporte gegenüber dem Auftaktquartal um 2,2 Prozent, während die Einfuhren nur um 0,8 Prozent stiegen. "Dadurch war der Außenbeitrag - also die Differenz aus Exporten und Importen - mit einem Beitrag von plus 0,7 Prozentpunkten der größte Wachstumsmotor für das BIP im Berichtszeitraum", betonten die Statistiker.

Hingegen blieben erstmals seit längerem Impulse aus dem Inland aus: Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben nur geringfügig um 0,2 Prozent, die staatlichen Konsumausgaben lagen um 0,3 Prozent über dem Niveau des Vorquartals. Die Anlageinvestitionen sanken im Quartalsvergleich sogar um 0,4 Prozent.

Steuereinnahmen sprudeln

Insgesamt stiegen die staatlichen Ausgaben im ersten Halbjahr 2,1 Prozent auf 640,9 Milliarden Euro, während sich die Einnahmen kräftiger um 3,7 Prozent auf 662,0 Milliarden Euro erhöhten. Die wichtigste Einnahmequelle sind Steuern. Dank der außerordentlich hohen Beschäftigung stiegen die Steuereinnahmen erneut um 4,6 Prozent - vor allem Einkommen- und Vermögensteuern (plus 6,4 Prozent) sprudelten.

Nach den Angaben entfiel die Hälfte des gesamtstaatlichen Überschusses auf den Bund, der ein Plus von 10,5 Milliarden Euro erzielte. Wesentlichen Einfluss hatten dabei die Erlöse aus der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen im Juni, die dem Finanzminister eine Sondereinnahme von 4,4 Milliarden Euro bescherte.

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