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VW-Abgas-Skandal: Erste Kundin aus Deutschland verklagt Volkswagen

Wegen Abgas-Manipulation  

Erste deutsche Kundin will Schadensersatz von VW

07.10.2015, 18:47 Uhr | AFP, t-online.de

VW-Abgas-Skandal: Erste Kundin aus Deutschland verklagt Volkswagen. Nach mehreren Klagen durch Aktionäre will nun auch die erste VW-Käuferin Schadensersatz von dem Konzern. (Quelle: dpa)

Nach mehreren Klagen durch Aktionäre will nun auch die erste VW-Käuferin Schadensersatz von dem Konzern. (Quelle: dpa)

Nach mehreren Aktionären geht in Deutschland nun auch die erste Volkswagen-Kundin rechtlich gegen den Autobauer vor. Die von der Käuferin beauftragte Kanzlei hat wegen der Abgas-Manipulationen vor dem Landgericht Braunschweig eine Klage auf Schadensersatz eingereicht.

Die Kanzlei begründete den Schritt damit, dass die Kundin gezielt ein umweltfreundliches Auto suchte - die angeblich niedrigen Abgaswerte seien für sie "kaufentscheidend" gewesen.

Die Klägerin wirft Volkswagen außerdem vor, dass durch die anstehende Nachbesserung Motorleistung, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit sowie weitere wichtige Parameter ihres Fahrzeugs sinken würden. Der Kraftstoffverbrauch würde hingegen steigen.

"Unzumutbar" für die Klägerin

Die angekündigten Ausbesserungen an dem Fahrzeug reichten "aus juristischer Sicht" nicht aus, erklärte Rechtsanwalt Sascha Conradi. Zudem sei es für Klägerin "unzumutbar", ein "nicht schadstoffarmes Kraftfahrzeug" zu fahren.

Deshalb habe die Kanzlei im Auftrag der Mandantin den Rücktritt vom Kaufvertrag erklärt und vor dem Landgericht Braunschweig Klage auf Rückabwicklung eingereicht.

VW hatte zugegeben, in den USA bei Dieselfahrzeugen Abgastests manipuliert zu haben. Mit Hilfe einer speziellen Software wurden im Testbetrieb deutlich weniger gesundheitsschädliche Stickoxide gemessen als im regulären Betrieb tatsächlich ausgestoßen wurden. Die Software ist weltweit in bis zu elf Millionen Fahrzeugen des Konzerns verbaut - in Deutschland sind rund 2,8 Millionen Diesel-Fahrzeuge betroffen.

Nach Bekanntwerden der Manipulationen hatten VW-Aktien über 40 Prozent an Wert verloren. Daraufhin gab es bereits mehrere Schadensersatzklagen von Aktionären gegen den Konzern - vor allem in den USA, aber auch in Deutschland.

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