Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen >

Amazon will Bitcoins als Zahlungsmittel einführen

Meilenstein für digitales Geld  

Amazon will Bitcoins akzeptieren

25.10.2017, 13:42 Uhr | t-online.de

Amazon will Bitcoins als Zahlungsmittel einführen. Der US-Onlinegigant Amazon könne sich damit als Innovationsführer positionieren. (Symbolbild) (Quelle: imago images/Jaap Arriens)

Der US-Onlinegigant Amazon könne sich damit als Innovationsführer positionieren. (Symbolbild) (Quelle: Jaap Arriens/imago images)

Die Gerüchte aus dem Silicon Valley verdichten sich – Amazon könnte bald die virtuelle Währung Bitcoin als Zahlungsmittel zulassen. Der US-Konzern wäre der erste, der eine digitale Währung akzeptiert.

Die Zeitung „Die Welt“ berichtet unter Berufung auf Insider-Informationen, bereits bei der Vorlage von Bilanzzahlen am Donnerstag könnte Amazon den Schritt ankündigen. Fintech-Kreise im amerikanischen Silicon Valley bestätigten die seit Wochen kursierende Spekulation.

Selbst wenn das Datum 26. Oktober nicht gehalten werden könne, sei die Bitcoin-Einführung vermutlich zeitnah zu erwarten, hieß es. Es wäre ein Meilenstein, nicht nur für Bitcoin, sondern für digitales Geld insgesamt. Die Ausbreitung von Kryptowährungen in großem Stil könnte weitreichende Folgen auf den Banken-Sektor und die Finanzbranche allgemein haben.

Amazon als Innovationsführer

Branchenkenner halten die Gerüchte für stichhaltig. „Ich sehe keinen Grund, warum Amazon Bitcoins nicht als Zahlungsmittel zulassen sollte“, sagt Oliver Flaskämper, Chef von Bitcoin Deutschland. Der US-Technologieriese könne sich damit als Innovationsführer positionieren, zugleich bleibe das Wechselkursrisiko beim Käufer.

Schon jetzt ist es über externe Dienstleister möglich, bei Amazon mit Bitcoins zu bezahlen. Der Dienstleister nimmt die Bitcoins entgegen und bezahlt dann seinerseits die Bestellung bei Amazon in einer anderen Währung. Amazon könnte den Dienstleister also aus dem Geschäft drängen und selbst in den Markt einsteigen. Sollte sich der Online-Riese zu diesem Schritt entschließen, erwarten Analysten eine kräftige Wertsteigerung der Kryptowährung.

Konzerneigene Kryptowährung von Amazon

Fintech-Kreise spekulieren, dass Amazon einen „Amazon-Token“, also eine mit einem Zahlungsversprechen hinterlegte, konzerneigene Kryptowährung einführen könnte. Bitcoins könnten dann nach bestimmten Regeln in „Amazon-Coins“ oder „Token“ getauscht werden.

Sollte sich Amazon dazu durchringen, Bitcoin zu akzeptieren, rechnen Beobachter mit weiterem Preisauftrieb für die digitalen Münzen. „Das wird den Kurs sicherlich positiv beeinflussen“, sagt Flaskämper von Bitcoin Deutschland. Eine solche Nachricht könnte für weitere fünf bis zehn Prozent Kurssteigerung gut sein.

Explosives Wachtum der Kryptowährung

Der Bitcoin (englisch für „digitale Münze“) ist die bekannteste der mehr als 900 digitalen Währungen, die in den vergangenen Monaten einen teilweise rapiden Wertzuwachs verzeichnet haben. Zu Jahresbeginn noch rund 1000 Euro wert, wurde ein „BTC“ zuletzt für mehr als das Fünffache gehandelt. Ein Bitcoin ist derzeit ungefähr 4877 Euro wert. 

Andere Kryptowährungen wie Ether konnten ihren Kurs sogar vervierzigfachen. Selbst Kennern fällt es zuweilen schwer, den Überblick zu behalten, zumal die unterschiedlichen digitalen Münzen mit ganz speziellen Eigenschaften ausgestattet sein können und zusätzlich durch Verzweigungen („Forks“) immer neue Abspaltungen entstehen können. So ist aus dem 2009 eingeführten Bitcoin bereits Bitcoin Cash hervorgegangen. Noch diese Woche soll ein Bitcoin Gold hinzukommen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Unternehmen & Verbraucher > Unternehmen

shopping-portal