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Bestatter-Umsätze trotz mehr Todesfällen nicht gestiegen

Beerdigungskosten  

Bestatter-Umsätze trotz mehr Todesfällen nicht gestiegen

10.05.2018, 09:38 Uhr | dpa-AFX

Bestatter-Umsätze trotz mehr Todesfällen nicht gestiegen. Särge im Verkaufsraum (Quelle: dpa/Jens Büttner)

Särge im Verkaufsraum: Trotz mehr Todesfällen steigen die Umsätze der Bestatter nicht. (Quelle: Jens Büttner/dpa)

Mehr Todesfälle und sparsamere Hinterbliebene: Auch bei Bestattungen schauen viele Verbraucher auf den Preis. Während früher Beerdigungen oft ein Statussymbol waren, recherchieren viele Hinterbliebene nun oft im Internet nach günstigen Angeboten.

Die Deutschen geben weniger Geld für Bestattungen aus. Rund 4.000 vorwiegend mittelständische Bestattungsunternehmen haben im vergangenen Jahr in Deutschland nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Bestatter einen weitgehend unveränderten Umsatz von knapp 2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Zahl der Todesfälle sei zwar wegen der demografischen Entwicklung gestiegen, der Umsatz je Verstorbenem sei jedoch geringer ausgefallen, berichtet Verbandssprecher Oliver Wirthmann.

"Es gibt eine Menge Menschen, die für Beerdigungen weniger ausgeben wollen", stellt Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas fest. So sei eine Billigbestattung schon für etwa 1.000 Euro zu haben, eine einfache Beerdigung komme auf etwa 2.000 bis 3.000 Euro.

Vorsicht vor Lockangeboten

Viele Vergleichsportale im Internet kassierten jedoch oft hohe Provisionen von bis zu 20 Prozent, so dass es in der Regel günstiger sei, lokale Angebote von Bestattern einzuholen. Dabei sei es sinnvoll, konkret nach günstigen Angeboten zu fragen, sagt Helbach. Wirthmann vom Bestatterverband warnt jedoch vor Lockvogelangeboten, die das mangelnde Preisgefühl vieler Verbraucher für die Kosten einer Beerdigung ausnutzten.

Für etwa zwei Drittel der Verstorbenen werde – oft auch aus Kostengründen – eine Feuerbestattung gewählt, berichtet Helbach. Noch Mitte der 90er Jahre sei dieses Verhältnis umgekehrt gewesen. Gespart werde auch bei Grabsteinen oder der Größe der Grabanlagen, so Wirthmann. Gefragt seien etwa pflegefreie Gemeinschaftsgrabanlagen.

Verwendete Quellen:
  • dpa-AFX

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