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Lkw-Bauer MAN streicht 3.500 Jobs in Deutschland

Von dpa
Aktualisiert am 26.01.2021Lesedauer: 2 Min.
MAN-Lkw auf der Autobahn (Symbolbild): Das Unternehmen baut viele Stellen ab.
MAN-Lkw auf der Autobahn (Symbolbild): Das Unternehmen baut viele Stellen ab. (Quelle: U. J. Alexander/imago-images-bilder)
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Der Lkw-Hersteller MAN will sich neu aufstellen – und baut dafür Tausende Stellen ab. Ursprünglich sollten noch mehr Arbeitsplätze wegfallen.

Vorstand und Betriebsrat des Lastwagenbauers MAN haben sich auf den Abbau von 3.500 Stellen in Deutschland bis Ende nächsten Jahres verständigt. Wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte, stehen der sächsische Standort in Plauen mit rund 150 Beschäftigten sowie das österreichische Werk Steyr mit 2.200 Beschäftigten "zur Disposition. Hier prüft der Vorstand alle Optionen, inklusive die eines Verkaufs oder einer Schließung."

Ursprünglich hatte MAN den Abbau von 9.500 der 36.000 Stellen in Deutschland und Österreich geplant – davon etwa 5.600 im Lkw-Werk München, im Dieselmotorenwerk Nürnberg und im Komponentenwerk Salzgitter.

MAN stellt sich wegen EU-Klimavorgaben neu auf

Unter dem Druck der EU-Klimavorgaben soll MAN völlig neu ausgerichtet und zu einem "führenden Nutzfahrzeughersteller im Bereich Elektro- und Wasserstoffantriebe" umgebaut werden. Das nun vereinbarte Eckpunktepapier sieht "eine Neuaufstellung des Entwicklungs- und Produktionsnetzwerks mit einem starkem Fokus auf Zukunftstechnologien" vor. Der Standort Wittlich in Rheinland-Pfalz wird verkleinert, bleibt aber erhalten.

Die Vereinbarung dient als Grundlage für Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen, die in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Der Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen.

MAN schwächelt schon seit Jahren. Die EU-Klimavorgabe, bei Lastwagen bis 2025 im 15 Prozent und bis 2030 mindestens 30 Prozent weniger Kohlendioxid auszustoßen, erhöht den Druck. Dazu kommt zurzeit die Corona-Krise.

Der Betriebsrat hatte die ursprünglichen Pläne zum Stellenabbau als "Kahlschlag" bezeichnet und war vor Gericht gegangen. Der Vorstand hatte sie als notwendige Restrukturierung bezeichnet, um mit dem eingesparten Geld in alternative Antriebe und Digitalisierung investieren zu können.

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